netzeitung.deZuschauer ignorieren Handball-WM

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Nur 400 Zuschauer sahen den Sieg Deutschlands gegen Polen. Hier setzt sich Stefanie Melbeck durch. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nur 400 Zuschauer sahen den Sieg Deutschlands gegen Polen. Hier setzt sich Stefanie Melbeck durch.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit allen Mitteln versuchen die Organisatoren der Handball-WM in St. Petersburg die Hallen zu füllen, da sogar beim russischen Rekordsieg die Ränge leer blieben. Dagegen ist aufgrund einer Verletzung eine deutsche Spielerin nachnominiert worden.

Die Organisatoren der Handball- Weltmeisterschaft der Frauen in St. Petersburg haben auf die tristen Kulissen am ersten Spieltag reagiert. Künftig haben Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sowie Rentner und Invaliden freien Eintritt zu den Spielen, gab der Veranstalter am Dienstag bekannt. Dies gelte jedoch nur für Petersburger Einwohner.

Nur 400 Zuschauer bei Deutschland-Spiel
Selbst zum Auftaktspiel der russischen Mannschaft mit dem 43:16-Kantersieg gegen Uruguay hatten sich im 14.000 Zuschauer fassenden Eispalast lediglich 1000 Besucher verloren. Den 33:21-Erfolg der deutschen Mannschaft gegen Polen hatten nach offiziellen Angaben 400 Zuschauer verfolgt. Vor allem Fangruppen aus Deutschland, Polen, der Elfenbeinküste und vor allem aus Dänemark saßen auf den Tribünen. Die Spielstätte Sportpalast Jubileini bietet 6500 Besuchern Platz.

Währenddessen hat sich auch die letzte Personalie der Deutschen Handball Nationalmannschaft geklärt. Wenige Stunden vor dem zweiten Vorrundenspiel der Gruppe C gegen Österreich nominierte Bundestrainer Armin Emrich am Dienstag auch Linksaußen Nadine Härdter (Borussia Dortmund) als 16. Spielerin offiziell beim Weltverband IHF. Damit reagierte er auf die Gesichtsverletzung von Kreisläuferin Anne Müller.

Einsatz von Anne Müller fraglich
Beim 33:21-Sieg am Montag gegen Polen hatte die Leverkusenerin eine Platzwunde über dem linken Auge erlitten, die mit drei Stichen in der Kabine genäht werden musste. «Das Auge sieht gut aus», sagte Emrich. Über einen Einsatz der Kreisspielerin wollte er jedoch erst unmittelbar vor der Partie entscheiden. (nz)