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Lupe Gelungener WM-Start für DHB-Frauen

Die deutschen Handballerinnen sind erfolgreich in die WM im russischen St. Petersburg gestartet. Der Erfolg gegen Polen war zur keiner Weise gefährdet.

Die deutschen Handball-Frauen haben mit einem Schützenfest einen perfekten Einstand in die Weltmeisterschaft gefeiert und sich eindrucksvoll für das Playoff-Aus sechs Monate zuvor revanchiert. Im Auftaktspiel der Vorrundengruppe C besiegte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Montag in St. Petersburg Polen souverän 33:21 (16:12).

Vor nur 150 Zuschauern im Sportpalast Jubileini warfen die Leverkusenerin Nadine Krause (8/2) und Torjägerin Grit Jurack (Viborg/6) die meisten Tore für die deutsche Mannschaft, die an diesem Dienstag im zweiten WM-Spiel auf Österreich trifft.

Gelungene Revanche gegen Polen
Mit dem deutlichen Erfolg hat der EM-Fünfte die Scharte aus den Playoff-Spielen gegen Polen ausgewetzt. Im Juni war die deutsche Mannschaft in der WM-Qualifikation an den Handballerinnen aus dem Nachbarland gescheitert. Nur dank des Rückzugs von Taiwan und der Sperre Kasachstans war das DHB-Team ins Teilnehmerfeld nachgerückt.

«Das ist eine Herausforderung. Wir beschwören keinerlei Nervosität herauf», sagte Bundestrainer Armin Emrich am Montag nach dem Abschlusstraining. So trat seine Mannschaft in dem eminent wichtigen und brisanten Spiel denn auch ebenso hoch konzentriert wie motiviert an. Bis zum 4:1 (6.) hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit sehenswerten Kombinationen geglänzt. Die Polinnen aber kamen anschließend besser ins Spiel und glichen zum 5:5 (10.) aus.

Platzwunde bei Müller
Ausgerechnet in dieser kritischen Phase musste die deutsche Mannschaft eine Schrecksekunde überstehen. Kreisläuferin Anne Müller (Leverkusen) erlitt in einem Zweikampf eine klaffende Platzwunde über dem linken Auge, die noch in der Kabine mit drei Stichen genäht wurde. Der EM-Fünfte kam kurz aus dem Rhythmus und lag beim 7:8 (16.) zum zweiten Mal nach dem 0:1 (2.) zurück.

Davon aber ließ sich das Emrich-Team nicht irritieren. Dank einer resoluten Abwehrarbeit setzte die Mannschaft die Polinnen unter Druck und zwang diese zu Fehlern. Mit fünf Treffern hintereinander setzte sich der EM-Fünfte dann auf 16:11 (29.) ab und baute den Vorsprung zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 18:12 (34.) aus.

«Die Mannschaft hat sich weiter entwickelt», erkannte Emrich zufrieden an. Fortan bestimmte seine Auswahl des Geschehen nach Belieben, zumal sich auch Torhüterin Sabine Englert steigerte und zahlreiche Bälle hielt. Beim 23:15 (41.) hatte das DHB-Team mit dem ersten Acht-Tore-Vorsprung für die Vorentscheidung gesorgt.
(nz)