netzeitung.deKretzschmar verletzt sich schwer

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Lupe Kretzschmar verletzt sich schwer

Die Handball-Bundesliga-Klubs haben im Europa-Cup souveräne Leistungen gezeigt. Pech hatte nur der SC Magdeburg.

Die stärkste Liga der Welt ist ihrem Ruf auf europäischem Parkett weitgehend gerecht geworden. Mit souveränen Siegen stießen die meisten Handball-Bundesligisten im Gleichschritt die Tür zum Viertelfinal-Einzug im Europapokal weit auf. Nur der ersatzgeschwächte SC Magdeburg steht in der Champions League nach der 24:26 (15:11)-Heimniederlage am Sonntag beim Gipfeltreffen mit Titelverteidiger FC Barcelona bereits vor dem Aus.

Zudem zog sich SCM-Star Stefan Kretzschmar nach erster Diagnose einen mehrfachen Bänderriss am linken Sprunggelenk zu und muss mehrere Wochen pausieren. Die Rückspiele finden am kommenden Wochenende statt.

Kiel souverän gegen Paris HB
Der deutsche Titelträger THW Kiel setzte sich in der «Königsklasse» überzeugend mit 28:21 (13:11) beim französischen Club Paris HB durch. Vizemeister SG Flensburg-Handewitt erhielt sich parallel durch eine knappe 23:25 (8:11)-Niederlage beim kroatischen Vertreter RK Zagreb die Chance aufs Weiterkommen.

Im EHF-Pokal gaben sich die deutschen Teams überwiegend keine Blöße. Beim 150. Europapokal-Auftritt der Vereinsgeschichte gewann der VfL Gummersbach das Achtelfinal-Hinspiel mit 39:22 gegen Wacker Thun (Schweiz). Der TBV Lemgo setzte sich gegen IPC Cakovec aus Kroatien mit 41:25 durch, Frisch Auf Göppingen siegte gegen Besiktas Istanbul mit 40:29. Die HSG Nordhorn musste sich nach einer zunächst ausgeglichenen Partie bei IK Sävehof in Schweden erst in der Schlussphase mit 34:37 (15:16) geschlagen geben.

«Mit zwei Toren Minus sind wir noch gut bedient. Wir haben 40 Minuten sehr gut gespielt, dann aber den Rhythmus verloren. Vor allem die extrem schlechte Wurfquote aus dem Rückraum hat uns das Genick gebrochen», sagte Magdeburgs Trainer Alfred Gislasson, der ebenso wie die 7200 Zuschauer in der Bördelandhalle einen schnellen Schock zu verdauen hatte. Bereits in der sechsten Minuten trat Linksaußen Kretzschmar beim Wurfversuch seinem Gegenspieler auf den Fuß, knickte böse um und schied aus.

Tkaczyk bester Magdeburger
Beide Teams lieferten sich in der Folge einen packenden Schlagabtausch. Nach dem Wiederanpfiff führte der SCM zwar mit 17:12 (34.), brachte die Spanier dann aber durch einige Patzer wieder ins Spiel (21:21/47.). In der umkämpften Schlussphase musste sich der SCM trotz großen Bemühens dem mit zahlreichen Nationalspielern gespickten Titelverteidiger verdient geschlagen geben. Grzegorz Tkaczyk (10/5) avancierte zum besten SCM-Werfer, während Laszlo Nagy (8) für «Barca» die meisten Tore erzielte.

Für Kiel war vor 3000 Zuschauern im «Stade de Coubertin» Viktor Szilagyi mit sechs Treffern der erfolgreichste Schütze. Die Norddeutschen mussten auf ihre Stützen Christian Zeitz (Ellenbogen- Verletzung) und Stefan Lövgren (Muskelfaserriss) verzichten. Die Rolle des schwedischen Regisseurs nahm Szilagyi ein. Der THW konnte es sich sogar leisten, Torhüter Henning Fritz für das harte Bundesliga-Programm im Dezember zu schonen. Flensburg, das im Vorfeld große Personalprobleme zu beklagen hatte, behielt vor 8000 Zuschauern im Hexenkessel von Zagreb die Nerven und kann nach einer homogenen Team-Leistung am Samstag alles klar machen.

In der Bundesliga hingegen gelang Concordia Delitzsch eine Überraschung. Der Aufsteiger fuhr mit einem 29:27 gegen die HSG Düsseldorf den ersten Saisonsieg ein und schöpft nun neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. (nz)