Frankfurt demütigt Schalke 04 im Pokal
25.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Während die Schalker sich ihrem Schicksal ergaben und ein Debakel erlebten, nahmen die Hessen vor 33.150 begeisterten Fans in der Commerzbank-Arena erfolgreich Revanche für die vor drei Wochen an gleicher Stelle erlittene 0:1-Niederlage in der Bundesliga.
Der Schalker Hamit Altintop fand nach dem Schlusspfiff die richtigen Worte für das Fiasko. «Wir haben richtig auf die Fresse bekommen. Das war eine Blamage», sagte der Türke. Torhüter Frank Rost war außer sich und schimpfte auf seine Mitspieler: «Ich komme mir richtig verarscht vor.»
Ganz anders die Hausherren, deren Coach Friedhelm Funkel das Mittelfeld «dicht» machte und hinten auf eine Dreierkette baute. Diese Maßnahme machte sich vollauf bezahlt. Der Doppelschlag durch den von Ioannis Amanatidis wunderbar frei gespielten Meier und Huggels schöne Direktabnahme nach Spychers Maßflanke waren der verdiente Lohn für die kampfstarken Hessen.
Nach dem Wechsel brachte Schalkes Trainer Ralf Rangnick den zunächst geschonten Torjäger Sören Larsen als dritten Stürmer in die Partie. Die Gäste kamen nun zwar besser ins Spiel und hatten durch Lincoln und Larsen auch zwei gute Einschussmöglichkeiten, wurden aber eiskalt ausgekontert und fingen sich durch Spycher das vorentscheidende 0:3. Die überragenden Meier und Copado sowie Ochs legten noch weitere Treffer nach. Zur schwachen Schalker Leistung passte, dass Gustavo Varela in der 72. Minute auch noch einen Foulelfmeter über das Frankfurter Tor schoss.
(nz)

