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Lupe Handball-Frauen verpassen Überraschung

Die deutschen Handballerinnen sind mit einem Achtungserfolg ins Turnier von Paris gestartet. Gegen den Weltmeister konnte eine Niederlage vermieden werden.

Die deutschen Handball-Frauen haben haben zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers in Paris eine Überraschung knapp verpasst. Dank einer überragenden ersten Halbzeit trotzte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) Weltmeister Frankreich am Freitagabend ein 20:20 (10:3) ab. Vor 2000 Zuschauern war die Leverkusenerin Nadine Krause (5/1) beste Torschützin im Team von Bundestrainer Armin Emrich. Grit Jurack (Viborg HK) sah in der 35. Minute die Rote Karte wegen groben Foulspiels. Nur eine Minute später musste Melanie Melbeck (Buxtehude) nach einem Foul mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Feld.

Nächster Gegner ist an diesem Samstag Olympiasieger Dänemark, der im Auftaktspiel gegen Europameister Norwegen ein 24:33 (12:17)- Debakel erlitten hatte. Katrine Fruelund vom Bundesligisten HC Leipzig war mit fünf Toren beste Werferin für die enttäuschenden Däninnen. Für Norwegen warf Linn-Kristin Riegelhuth (7) die meisten Tore, die Leipzigerin Camilla Thorsen war zwei Mal erfolgreich.

Gut sieben Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in St. Petersburg begann das DHB-Team mit seinem Debütantinnen Anna Loerper (Leverkusen) und Marielle Bohm (Trier) furios. Aus einer geschlossenen und beweglichen Abwehr mit der starken Leverkusenerin Clara Woltering im Tor dominierte der Gast die ersten 30 Minuten nach Belieben. Von 3:0 (9.) setzte sich der EM-Fünfte über 6:1 (16.) bis auf 9:1 (23.) ab.

Nach der Pause kam der Weltmeister wie verwandelt zurück auf das Parkett. Knackpunkt der Partie war die Hinausstellung von Jurack und der anschließende Ausfall von Melbeck. Mit sechs Treffern hintereinander schloss der Gastgeber zum 10:9 (39.) auf, glich beim 12:12 (46.) aus und ging mit 13:12 erstmals in Front. Anschließend wechselte die Führung ständig, ehe Nadine Krause die DHB-Auswahl beim 18:16 (54.) wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung bescherte. 15 Sekunden vor Schluss vergab die Leverkusenerin mit einem Lattentreffer das mögliche Siegtor. (nz)