netzeitung.deEM-Aus für deutsche Volleyballerinnen

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Angelina Grün (M.) and Christiane Fürst (r.) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Angelina Grün (M.) and Christiane Fürst (r.)
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die deutschen Volleyball-Frauen sind bei der EM in Kroatien weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben und ausgeschieden. Daran konnte auch Spielführerin Angelina Grün nichts ändern.

Deutschlands Volleyball-Frauen sind nach der vierten Niederlage bei der Europameisterschaft in Kroatien ausgeschieden. Nach der erneuten 0:3 (21:25, 22:25, 23:25)-Pleite gegen das Team der Gastgeber am Mittwochabend in Zagreb ist die Mannschaft von Bundestrainer Hee Wan Lee weiter ohne Sieg und muss wie schon 1997 und 2001 vorzeitig die Heimreise antreten. Auch ein Sieg zum Abschluss am Donnerstag ändert daran nichts mehr. Die Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht kann nicht mehr erreicht werden.

Peinliche Pleitenserie
Die Pleitenserie hat schon peinliche Züge, weil die Mannschaft weit unter ihren Möglichkeiten spielt. Auch Kapitän Angelina Grün, bei der sich der Verdacht auf einen Meniskuseinriss glücklicherweise nicht bestätigt hatte, konnte dem deutschen Spiel durch ihr Mitwirken keine Wende geben. Ihr Knie war wegen einer Entzündung am Wadenbeinkopf stark bandagiert, trotzdem war sie einmal mehr die erfolgreichste Punktesammlerin. «Wenn Grüni mitwirken kann, gewinnen wir und kommen weiter», hatte Lee vorher gehofft, doch die Realität sah anders aus.

Nachdem die Mannschaft im bisherigen Turnierverlauf sehr wechselhaft spielte, konnte auch im Nervenspiel alles oder nichts der gute Beginn mit einer 5:2-Führung nicht durchgehalten werden. Während Block und Abwehr streckenweise ordentlich funktionierten, war der Angriff wieder nicht effektiv genug. Vor allem Cornelia Dumler läuft ihrer Form nach überstandener Daumenoperation hinterher und ist nur ein Schatten früherer Tage. Hinzu kamen zahlreiche Eigenfehler, die der angriffsstarke Gastgeber, nach 1995 drei Mal hintereinander EM- Zweiter, konsequent bestrafte.

Die für die EM zurückbeorderte Barbara Ruzic, die schon weit über 100 Punkte beisteuerte, war nur selten zu stoppen. Im zweiten Durchgang führten die deutschen Fehler vom 10:10 zum 11:20, da nutzte auch eine Aufholjagd bis zum 22:23 nichts mehr. Im dritten Abschnitt ging ein 4:0-Vorsprung schnell wieder verloren, bekam Kroatien sofort wieder Oberwasser. Auch der nochmalige Ausgleich beim 16:16 brachte keine Wende mehr. Zwar konnten bis zum 23:24 fünf Matchbälle abgewehrt werden, das nächste Service von Kathy Radzuweit ging dann aber ins Aus. (nz)