Lee: Haben hier keine Chance
Die deutschen Volleyballerinnen müssen bei der Europameisterschaft in Kroatien um den Einzug in die Runde der besten acht Teams bangen. Nach drei Pleiten wartet die Mannschaft in Zagreb immer noch auf den ersten Sieg und ist bei noch ausstehenden Vorrundenspielen gegen Gastgeber Kroatien (Mittwoch/20.30 Uhr) sowie Rumänien (Donnerstag/18.00 Uhr) Tabellenschlusslicht. «Man muss einfach realistisch sein, mit dieser Mannschaft haben wir keine Chance», sagte Bundestrainer Hee Wan Lee nach dem 0:3 gegen Aserbaidschan. «Die Mannschaft hat nicht das Potenzial, zwei bis drei Spiele hintereinander konstant auf hohem Niveau zu spielen.»
Nach dem Fehlstart gegen Serbien und Montenegro (1:3) sowie der Steigerung gegen Titelverteidiger Polen (2:3) boten die Deutschen gegen Aserbaidschan, Sieger der europäischen Grand-Prix-Ausscheidung für 2006, eine indiskutable Vorstellung. Sie spielten nach umkämpften ersten Durchgang, in dem ein Satzball nicht verwertet werden konnte, ohne Herz und Engagement. «Leider konnten wir die Euphorie aus dem Polen-Spiel nicht in diese Begegnung retten. Nach dem verlorenen ersten Satz wurden wir nervös und fanden unsere Form nicht mehr», meinte Kapitän Angelina Grün.
Fällt nun auch noch Grün aus, dürfte es schwer werden, die noch dringend benötigten Siege über Kroatien und Rumänien einzufahren. Erfolge sind aber Pflicht, will Deutschland noch um die Plätze fünf bis acht spielen und nicht wie 2001 vorzeitig die Heimreise antreten. «Wenn Grüni spielen kann, gewinnen wir und kommen weiter», sagte Lee. (nz)

