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Volleyballerinnen verlieren erneut

18. Sep 2005 23:00, ergänzt 23:07
Angelina Grün.
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Die deutschen Volleyballerinnen bleiben bei der EM sieglos. Das Halbfinale kann die DVV-Auswahl nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Für die deutschen Volleyballerinnen hat die Europameisterschaft in Kroatien mit zwei herben Enttäuschungen begonnen. «Zu verlieren ist okay. Ich habe aber nicht erwartet, dass es so deutlich wird», sagte Kapitän Angelina Grün nach dem enttäuschenden 1:3 (22:25, 25:17, 13:25, 16:25) im Auftaktspiel am Samstagabend in Zagreb gegen Serbien und Montenegro. 24 Stunden später folgte im Tiebreak eine unnötige 2:3 (22:25, 25:23, 25:19, 26:28, 13:15)-Niederlage gegen Titelverteidiger Polen. Damit ist das Erreichen des Halbfinales aus eigener Kraft schon nicht mehr möglich.

Gegen Polen begannen die Deutschen zwar stärker als am Vortag, führten im ersten Satz 10:5 und 15:12, mussten sich aber immer wieder den Ausgleich gefallen lassen. Durch Abstimmungs- und Annahmeprobleme nach dem 19:19 ging der Durchgang verloren, da nutzten auch drei abgewehte Satzbälle nichts. Im zweiten Abschnitt hatten Grün und Co nach einem Fünf-Punkte-Vorsprung in der umkämpften Endphase das bessere Ende für sich. Cornelia Dummler gelang mit einem Ass beim ersten Satzball der wichtige Ausgleich.

Mit dem Schwung dieses Erfolgs trumpfte das DVV-Team auch im dritten Durchgang mit einer 16:9-Führung auf und erfüllte die Forderung des Trainers nach einer deutlichen Steigerung mit einer guten Mannschaftsleistung. Danach musste das Team trotz eines zeitweiligen Fünf-Punkte-Polsters und vier abgewehrten Satzbällen in die Verlängerung. Hier enteilten die Polen auf 8:2, die Aufholjagd mit zwei abgewehrten Matchbällen kam aber zu spät.

Fehlende Qualitäten

Gegen Serbien und Montenegro bekam der EM-Dritte von 2003 besonders im dritten und vierten Satz die Grenzen aufgezeigt. Das deutsche Team zeigte nur im zweiten Durchgang eine gute Vorstellung, führte 17:11 und erzielte vor allem mit dem Service Wirkung. «Wir haben diesen Satz gewonnen, weil wir mit dem Aufschlag viel Druck gemacht haben. Diese Qualität müsste eigentlich bei uns Standard sein, ist es aber nicht», urteilte Lee.

In den folgenden Durchgängen waren die Deutschen dann chancenlos, wobei sich im Gegensatz zum Kontrahenten immer wieder der Angriff als Schwachpunkt erwies. Selbst Grün kam als beste Punktesammlerin mit 13 Zählern nur auf eine magere Erfolgsquote von 30 Prozent. Damit war gegen den Angstgegner, gegen den schon bei der erfolgreichen WM- Qualifikation in Dresden mit 2:3 verloren wurde, die dritte Niederlage im vierten Spiel dieses Jahres nicht zu verhindern.

Als großes Handicap erwies sich wie erwartet, dass im Außenangriff die verletzten Atika Bouagaa und Birgit Thumm fehlten und Neuentdeckung Margarethe Kozuch aus schulischen Gründen auf die EM- Teilnahme verzichtet hatte. Mit der schwangeren Judith Sylvester ist eine weitere wichtige Angreiferin nicht dabei. Dadurch müssen Angelina Grün und Conny Dumler, die im Vorjahr noch nicht zur Stammsechs gehörte, die Hauptlast im Angriff tragen.

Platzierungsrunde als Ziel

«Wir haben von vornherein gesagt, dass wir mit dieser neuen Mannschaft unsere Zielsetzung etwas runterschrauben müssen. Wir wollen die Vorrunde überstehen», sagte Lee. Dazu ist wenigstens Rang vier notwendig, um die Platzierungsrunde fünf bis acht zu erreichen. Nur die besten sechs Teams qualifizieren sich für die EM 2007 in Luxemburg. Stellt der Gastgeber dort ein Team, werden nur fünf Plätze vergeben. (nz)

 
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