Volleyballerinnen verlieren erneut
Gegen Polen begannen die Deutschen zwar stärker als am Vortag, führten im ersten Satz 10:5 und 15:12, mussten sich aber immer wieder den Ausgleich gefallen lassen. Durch Abstimmungs- und Annahmeprobleme nach dem 19:19 ging der Durchgang verloren, da nutzten auch drei abgewehte Satzbälle nichts. Im zweiten Abschnitt hatten Grün und Co nach einem Fünf-Punkte-Vorsprung in der umkämpften Endphase das bessere Ende für sich. Cornelia Dummler gelang mit einem Ass beim ersten Satzball der wichtige Ausgleich.
Mit dem Schwung dieses Erfolgs trumpfte das DVV-Team auch im dritten Durchgang mit einer 16:9-Führung auf und erfüllte die Forderung des Trainers nach einer deutlichen Steigerung mit einer guten Mannschaftsleistung. Danach musste das Team trotz eines zeitweiligen Fünf-Punkte-Polsters und vier abgewehrten Satzbällen in die Verlängerung. Hier enteilten die Polen auf 8:2, die Aufholjagd mit zwei abgewehrten Matchbällen kam aber zu spät.
In den folgenden Durchgängen waren die Deutschen dann chancenlos, wobei sich im Gegensatz zum Kontrahenten immer wieder der Angriff als Schwachpunkt erwies. Selbst Grün kam als beste Punktesammlerin mit 13 Zählern nur auf eine magere Erfolgsquote von 30 Prozent. Damit war gegen den Angstgegner, gegen den schon bei der erfolgreichen WM- Qualifikation in Dresden mit 2:3 verloren wurde, die dritte Niederlage im vierten Spiel dieses Jahres nicht zu verhindern.
Als großes Handicap erwies sich wie erwartet, dass im Außenangriff die verletzten Atika Bouagaa und Birgit Thumm fehlten und Neuentdeckung Margarethe Kozuch aus schulischen Gründen auf die EM- Teilnahme verzichtet hatte. Mit der schwangeren Judith Sylvester ist eine weitere wichtige Angreiferin nicht dabei. Dadurch müssen Angelina Grün und Conny Dumler, die im Vorjahr noch nicht zur Stammsechs gehörte, die Hauptlast im Angriff tragen.

