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Lupe Hockey-Herren treffen auf Spanien

Durch den vorzeitigen Gruppensieg trifft die deutsche Hockey-Nationalmannschaft bei der EM im Halbfinale auf Angstgegner Spanien. «In einem Halbfinale ist alles möglich», bleibt Bundestrainer Bernhard Peters gelassen.

Von Thomas Prüfer

Auf dem Weg zur fünften Endspiel-Teilnahme in Serie bei einer Feldhockey-Europameisterschaft muss Titelverteidiger Deutschland seinen Angstgegner Spanien aus dem Weg räumen. Nach den überzeugenden Leistungen gegen Schottland (5:1) und Belgien (4:1) sowie dem schon feststehenden Sieg in der Vorrunden-Gruppe A leistete sich die junge Truppe am Donnerstag beim mageren 1:0 gegen England zwar einige Aussetzer. Dennoch glaubt Herrencoach Bernhard Peters im Duell mit dem eigentlichen Turnier-Favoriten von der iberischen Halbinsel an eine reelle Chance für sein neu formiertes Team.

Später Treffer gegen England
«Für den Gegner spricht die Erfahrung, aber meine junge Mannschaft hat gezeigt, dass sie eine Menge drauf hat. Und in einem Halbfinale ist immer alles möglich», sagte Peters ungeachtet des schwächeren Auftritts gegen die Briten in dem aus deutscher Sicht bedeutungslosen letzten Gruppenspiel. Vor 3000 Zuschauern lag die deutsche Auswahl zwar meist im Angriff, schaffte aber erst in der 68. Minute durch Matthias Witthaus (Krefeld) den erlösenden Siegtreffer.

Da Belgien zuvor Schottland mit 2:1 (1:0) besiegt hatte, war dem DHB-Team schon vor dem Duell mit England der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Dadurch trifft Deutschland am Samstag (14.00 Uhr) auf den Zweiten der Gruppe B: Hier sicherte sich im Duell zweier zuvor unbesiegter Mannschaften die Niederlande den Gruppensieg durch ein 2:1 (1:0) über Spanien. Während «Oranje» nun auf Belgien trifft, muss Spanien gegen die Gastgeber die deutlich härtere Prüfung bestehen.

Duell mit dem Angstgegner
Auch wenn sich Spaniens Team im bisherigen Turnierverlauf nicht immer von der allerbesten Seite zeigte, so ist mit ihm gerade «in der entscheidenden Phase mit den dicken Spielen» zu rechnen, glaubt Peters. «Die Spanier sind mit ihrer kompletten Olympia-Mannschaft von Athen hier. Sie sind erfahren und konterstark», meinte der Bundestrainer über den Vize-Europameister, mit dem es zuletzt bei großen Turnieren immer enge Duelle gab.

So holte Deutschland in Athen im Spiel um Platz drei (4:3 durch ein Golden Goal von Björn Michel) die olympische Bronzemedaille. Vor zwei Jahren bei der EM in Barcelona gelang der Sieg sogar erst im Siebenmeterschießen. Und bei den letzten beiden WM-Turnieren setzte es Niederlagen. (dpa)