Lebedewa kämpft allein um Jackpot
Weitsprung-Olympiasiegerin Lebedewa muss nun noch in Brüssel (26. August) und beim ISTAF in Berlin (4. September) siegen, um die Dollar-Million zu kassieren. Diesen Coup hatte bisher nur die überragende 800-m-Läuferin Maria Mutola aus Mosambik vor zwei Jahren geschafft. Nach zwölf Siegen im Letzigrund hintereinander musste sich die 32-Jährige diesmal - wie bei der WM in Helsinki und Olympia in Athen - mit Platz vier zufrieden geben. «In diesem Wettbewerb habe ich nur nur gegen mich selbst und die Schmerzen gekämpft», meinte die mögliche Millionärin Lebedewa.
Weltmeister und Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen bleibt über 3000 Meter Hindernis eine Macht, 400-Meter-Jungstar Sanya Richards schaffte mit einer Superzeit den Sprung unter die Top Ten. Der 22- Jährige aus Kenia, der seit zwei Jahren für das Scheichtum Katar startet, gewann in 8:02,69 Minuten schon sein 23. Rennen in Serie. Trotz leichten Regens und eines Sturzes auf der letzten Runde am Wassergraben setzte sich Shaheen souverän vor den beiden Kenianern Brimin Kipruto (8:10,69) und Paul Koech (8:11,79) durch.
Richards, die in Helsinki knapp geschlagen Zweite wurde, gelang diesmal ein eindrucksvoller Sieg. «Ich bin sehr zufrieden, weil ich mich heute für Helsinki revanchieren konnte. Ich bin eine fantastische persönliche Bestzeit gelaufen. Schneller hätte ich unter diesen Bedingungen nicht sein können», meinte die 20-Jährige.
Deutlich geschlagen geben musste sich dagegen Hürden-Champion Ladji Doucouré. In 13,23 Sekunden blieb für den Franzosen diesmal nur Platz drei hinter dem WM-Vierten Dominique Arnold (USA/13,03) und Olympiasieger Liu Xiang (China/13,12). Im ersten von 19 Wettbewerben hatte sich Maryam Jamal aus Bahrain über 3000 Meter der Frauen durchgesetzt. Sie gewann deutlich in 8:29,45 Minuten vor Berhane Adere aus Äthiopien (8:31,89). WM- Starterin Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg wurde in 8:52,59 Elfte.
Bester deutscher Starter aus dem zehnköpfigen DLV-Team wurde Stabhochspringer Tim Lobinger. Der WM-Fünfte vom ASV Köln meisterte im später abgebrochenen Regen-Wettkampf 5,60 Meter und wurde Fünfter. Lars Börgeling (Leverkusen) leistete sich bei 5,50 Meter einen «Salto nullo». (nz)

