Bennati mit Tagessieg bei Deutschland-Tour
Der Niederländer Bram Tankink, seit Beginn in Gelb, konnte sein Leader-Trikot noch einmal verteidigen. Aber am Donnerstag wird es nach der Königsetappe von Kufstein nach Sölden auf den 2670 Meter hohen Rettenbachferner einen Wechsel an der Spitze geben.
Die Etappe, die im Regen gestartet wurde und im lang ersehnten Sonnenschein am Fuß der Alpen endete, stand wieder im Zeichen eines Ausreißers. Der Venezolaner Unai Etxebarria hatte sich nach 53 Kilometern aus dem Staub gemacht und erarbeitete sich einen Maximalvorsprung von 15:40 Minuten. Aber 25 Kilometer vor dem Ziel war seine Flucht beendet. Auf den letzten zehn Kilometern hatte es auch Fabian Wegmann (Münster) mit einer Flucht versucht. Sie scheiterte, immerhin konnte er sich wieder über das Bergtrikot freuen, das er schon bei der Tour de France für einen Tag tragen durfte
Jan Ullrich muss sehen, wie viel Kraft er durch seine knapp überstandene Erkältung verloren hat. «Ich glaube, er wird eine gute Rolle spielen. Er kommt mir dünner als bei der Tour de France vor. Das spricht für eine gute Vorbereitung», vermutete sein Ex-Team- Kollege Jaksche, der in spanischen Diensten bei Liberty Seguros fährt und sich am Vortag in Bodenmais in Superform präsentierte. «Das Wetter scheint sich langsam zu machen. Hoffentlich wird es jetzt endlich ein bisschen wärmer», sagte Ullrich nach der 3. Etappe, die ihn wegen des hohen Tempos Kraft kostete: «Die Beine tun weh.»
(nz)

