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Lupe Kugelstoßer Bartels in WM-Form

Weiten von über 20 Meter sind für Kugelstoßer Ralf Bartels die Regel. Bei der WM will der 27-Jährige vorne mit dabei sein.

Der Olympia-Achte Ralf Bartels aus Neubrandenburg reist am Donnerstag mit Selbstvertrauen zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften nach Helsinki. Beim letzten Kugelstoß-Test in Eberswalde kam der 27-Jährige bei schwierigen Bedingungen mit ständigem Regen auf eine Bestweite von 20,58 Meter. «Ich bin zufrieden und habe die notwendige Sicherheit für den Wettkampf am Samstag», sagte Bartels nach seinen sechs Versuchen über der 20-Meter-Marke.

Der EM-Dritte von München nimmt mit seiner Bestleistung von 21,36 Meter Rang fünf in der Weltjahresbestenliste ein und hält «realistisch betrachtet eine Medaille für möglich». «Ich will ganz vorne mit dabei sein. Es wird Überraschungen und Enttäuschungen geben. Ich hoffe, ich bin bei den Überraschungen dabei.» Mit seinem fünften Start beim 5. Meeting in Eberswalde belohnte Bartels die Organisatoren, denn bis auf Kugelstoß-Kollegin Petra Lammert (VfB Stuttgart) hatten alle WM-Teilnehmer wegen der schlechten Witterung verzichtet. «Auch in Helsinki kann es regnen. Beim EM-Finale in München regnete es in Strömen», sagte sich Bartels.

Auch die U23-Europameisterin Petra Lammert (VfB Stuttgart) trotzte der schlechten Witterung und kam auf 18,57 Meter, mit denen sie allerdings nicht zufrieden war. «Wenn man sich gut einstößt, ist diese Weite schön ärgerlich. Es war schon gut für mich, vor der WM einen Wettkampf unter diesen Bedingungen zu absolvieren», sagte die junge Athletin.

Sie trainiert seit Ende November des Vorjahres in Neubrandenburg bei Dieter Kollark, dem Coch der Ex-Weltmeisterinnen Astrid Kumbernuss und Franka Dietzsch, und hat sich um 2,65 Meter auf 19,81 Meter verbessert. Auch wenn sie selbst von einem «Sonntagsstoß» spricht, will sie bei der WM in Helsinki eine Weite von über 19 Meter erreichen.