02.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Buschschulte fühlt sich gemobbt
Die Magdeburger Schwimmerin Antje Buschschulte hat nach der Rückkehr von der WM in Montreal heftig den Deutschen Schwimm-Verband kritisiert. Sie fühle sich gemobbt.
Die Magdeburger Schwimmerin Antje Buschschulte geht nach der Rückkehr von den Weltmeisterschaften in Montreal den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) scharf an. «Bei uns im Verband läuft nicht alles richtig. Ich habe mich geärgert, weil ich im gesamten Jahr vor der WM von oben gemobbt wurde. Vor einem Jahr war ich die Böse, jetzt ist plötzlich alles toll», sagte die erfolgreichste deutsche WM-Starterin am Dienstag in der Fernsehsendung «MDR um zwölf».
Die Probleme der deutschen Schwimmer würde auch die Tatsache belegen, dass in Montreal erneut die erfahrenen Athleten wie sie oder der 35-jährige Weltmeister Mark Warnecke für die besten Resultate gesorgt haben. «Vor allem die Zusammenarbeit der deutschen Trainer muss sich verbessern», forderte Buschschulte.
Die 26-Jährige ist noch immer enttäuscht über eine Strafe von 7800 Euro, weil sie 2004 im olympischen Finale von Athen über 100 Meter Rücken im Anzug eines falschen Ausrüsters gestartet war. Sie habe nur auf ein Konkurrenzmodell zurück gegriffen, weil der richtige Badeanzug defekt gewesen sei. Ihre Olympiaprämien von Athen, wo sie genau wie jetzt in Montreal erfolgreichste DSV-Schwimmerin war, wurden mit der 7800-Euro-Strafe verrechnet.
Die Verbandskritik des Chemnitzers Stev Theloke, der aus der WM-Mannschaft ausgeschlossen worden war, bewertete sie als «zum falschen Zeitpunkt zu dick aufgetragen.» (nz)