Frauen-Lagenstaffel holt weitere Medaille
31. Jul 2005 10:11, ergänzt 17:38
 |  Daniela Götz, Sarah Poewe, Antje Buschschulte, Annika Mehlhorn (von links) | Foto: dpa |
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Die 4 x 100-Meter-Lagenstaffel der Frauen hat bei der Schwimm-WM in Montréal die sechste Medaille für den DSV gewonnen. Der Südafrikaner Schoeman schrammte am Weltrekord des Russen Popow vorbei.
Die 4 x 100-Meter-Lagenstaffel der Frauen hat bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Montréal mit Bronze die sechste Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) geholt. Antje Buschschulte, Sarah Poewe, Annika Mehlhorn und Daniela Götz mussten am Samstag (Ortszeit) in 4:02,51 Minuten nur Sieger Australien (3:57,47) und den USA (3:59,92) den Vortritt lassen. Für Antje Buschschulte war es nach Silber über 100-m-Rücken und mit der 4 x 200-m-Freistil-Staffel sowie Bronze über 50 m Rücken die vierte Medaille.
Crocker nicht zu schlagen
Der Amerikaner Ian Crocker schwamm als erfolgreicher Titelverteidiger über 100 m Schmetterling in 50,40 Sekunden zum achten Weltrekord von Montréal und fügte seinem Landsmann Michael Phelps auf Platz zwei die dritte Niederlage zu. Crocker verbesserte seine eigene Bestmarke um 36/100 Sekunden.Weltrekordler Thomas Rupprath (Hannover) zog nach zwei bitteren Niederlagen als Halbfinal-Vierter in 25,52 Sekunden locker in das Finale über 50 m Rücken ein und erhielt sich die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung an diesem Sonntag. Marco di Carli (Sögel) buchte als Achter in 25,69 Sekunden ebenfalls das Finale. Die Wolfsburgerin Janne Schäfer qualifizierte sich in 31,76 Sekunden als Halbfinal-Achte für den Endlauf über 50 m Brust.
Ziegler auch über 800 Meter vorn
Die Nachfolge der pausierenden Erlangerin Hannah Stockbauer als Weltmeisterin über 800 m Freistil trat wie über 1500 m in 8:25,31 Minuten die Amerikanerin Kate Ziegler an. Jana Henke aus Potsdam wurde in 8:38,23 Minuten Achte. Antje Buschschulte, beendete ihren Spaß-Start über 50 m Schmetterling in 26,55 Sekunden als Fünfte. Weltmeisterin wurde in 26,11 Sekunden die Australierin Danni Miatke.
Schoeman verpasst Weltrekord
Der Südafrikaner Roland Schoeman verpasste bei seinem zweiten Titel in 21,69 Sekunden über 50 m Freistil den Weltrekord des Russen Alexander Popow nur um 5/100 Sekunden. Schoeman, der über 50 m Schmetterling zwei Weltrekorde markiert hatte, siegte mit der zweitbesten Zeit, die je über 50 m Freistil geschwommen wurde. Titel Nummer zwei gewann auch Kirsty Coventry aus Simbabwe in 2:08,52 Sekunden über 200 m Rücken.
Lagenstaffel lässt hoffen
Derweil hat die deutsche Männer-Lagenstaffel mit Steffen Driesen (Wuppertal), Jens Kruppa aus Riesa, Thomas Rupprath (Hannover) und dem Leipziger Schlussschwimmer Stefan Herbst das Finale erreicht. Für das Quartett wurden 3:38,53 Minuten gestoppt. Schnellster Lagenschwimmer über 400 Meter war am Sonntag im Vorlauf der ungarische Europarekordler Laszlo Cseh (4:14,15 Minuten). Bei den Frauen zog die erst 16 Jahre alte 200-Meter-Weltmeisterin Katie Hoff (USA) nach 4:40,91 mit der besten Vorleistung in den Kampf um die Medaillen ein. In beiden Disziplinen war der Deutsche Schwimm- Verband (DSV) nicht vertreten. Olympiasieger, Weltrekordler und Titelverteidiger Michael Phelps aus den USA hatte auf einen Start verzichtet. (nz)