netzeitung.deDeutsche Volleyballer lösen WM-Ticket

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Trainer Stelian Moculescu (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Trainer Stelian Moculescu
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Die deutschen Volleyballer haben sich vorzeitig für die WM in Japan qualifiziert. Das DVV-Team profitierte nach zwei eigenen Siegen vom Erfolg einer anderen Mannschaft.

Riesenjubel bei den deutschen Volleyballern: Mit dem zweiten Sieg hat sich das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu vorzeitig die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2006 in Japan gesichert. Nach dem 3:2-Erfolg zum Auftakt gegen die Ukraine gab es am Samstag bei der Qualifikation in Neapel einen ungefährdeten 3:0 (25:20, 25:14, 28:26)-Sieg über Spanien in lediglich 76 Minuten.

Da der Olympia-Zweite und Europameister Italien anschließend die Ukraine mit 3:0 (25:13, 26:24, 25:14) bezwang, ist das WM-Ticket unabhängig vom Sonntags-Ergebnis gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Gastgeber bereits sicher.

«Leck mich am Arsch»
Es ist für die Männer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) seit der deutschen Einheit die zweite Weltmeisterschafts-Teilnahme nach 1994. Die Frauen hatten sich schon vorher qualifiziert. «Leck mich am Arsch. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und ziehe den Hut. Endlich hat sie einmal den Lohn für ihre harte Arbeit bekommen. Ich danke Gott dafür», sagte der strahlende Bundestrainer Moculescu. «Die Mannschaft hat es sich verdient, nach Japan zu fahren», sagte Götz Moser, Vizepräsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).

Die Deutschen waren nach dem schweren Ukraine-Spiel motiviert und konzentriert und ließen mit einer starken Mannschaftsleistung keine Zweifel am Sieg aufkommen. Das Team präsentierte sich in hervorragender Spiellaune und war dem Rivalen, der schon gegen Italien 0:3 verloren hatte und nun aus dem Rennen ist, eindeutig überlegen. Italien-Profi Christian Pampel (Padua), der schon gegen die Ukraine mit 39 Punkten der überragende Spieler war und mit 21 Zählern erneut der erfolgreichste Spieler war, riss seine Mannschaftskameraden mit.

Mit 17:11 im ersten Satz und 18:10 im zweiten Durchgang wurde dem Gegner eine kleine Lektion erteilt. Dabei gab es klare Vorteile im Service, Angriff und im Block. Nur im dritten Satz wurde es im Gefühl des Sieges und eines 10:6-Vorsprungs noch einmal kritisch: Als die Konzentration nachließ, kämpften sich die Spanier wieder auf 14:14 heran und hatten sogar den ersten Satzball. Moculescu änderte die Stammformation gegenüber dem Vortag auf einer Position. Für den in der Annahme nicht überzeugenden Robert Kromm (Modena) setzte er Mark Siebeck (Olsztyn/Polen) ein, der schon am Vortag nach seiner Einwechslung gut eingeschlagen hatte. (nz)