netzeitung.deMedien: MDR schon lange über Schmiergelder informiert

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Wilfried Mohren (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wilfried Mohren
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In der Schmiergeld-Affäre um Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren soll der Sender bereits vor Jahren über Verdachtsmomente verfügt haben. Die ARD-Anstalt hat für den Nachmittag ein Statement angekündigt.

In der Schmiergeldaffäre um den entlassenen Fernseh-Sportchef des MDR, Wilfried Mohren, soll es bereits vor fünf Jahren einen konkret geäußerten Verdacht gegeben haben. Die «Berliner Morgenpost» berichtete, ihr liege ein Schreiben des ehemaligen MDR-Verwaltungsdirektors Rolf Markner aus dem Jahr 2000 vor. In dem Brief an die für Werbung zuständige MDR-Tochterfirma werde der Verdacht geäußert, dass sich Sportredakteure oder Sportchefs von ARD-Anstalten durch gegenseitige Sponsoringverträge zusätzliche Einkünfte verschafften.
Verdacht geschöpft
Der Sprecher des MDR, Eric Markuse, bestätigte laut «Berliner Morgenpost», dass damals ein leitender Mitarbeiter des Senders Verdacht geschöpft habe. Warum das nicht an die zuständigen Stellen weitergeleitet worden sei, könne man nicht erklären. Das Blatt berichtete über das Schreiben, Markner seien Rechnungen im Zusammenhang mit der von Mohren verantworteten Sendung «Sport im Osten» aufgefallen.

Ausgestellt seien diese von der Firma «A Killi Production». Markner habe bei Recherchen im Internet herausgefunden, dass die Ehefrau von ARD-Sportreporter Jürgen Emig, Atlanta Killinger, Geschäftsführerin des Unternehmens sei. Die Ermittlungen gegen Mohren waren durch den Fall Emig ins Rollen gekommen. Der frühere Sportchef des Hessischen Rundfunks soll über seine Frau und seinen Partner Harald Frahm Zahlungen von Sportveranstaltern für TV-Berichterstattung kassiert haben. Der MDR kündigte unterdessen für Dienstagnachmittag eine Stellungnahme an. (nz)