18.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Am zweiten Tag des Leichtathletik-Europacups in Florenz haben die deutschen Aktiven ihre Ausgangsposition verbessert. Es gab sogar drei deutsche Siege.
Kugelstoßer Ralf Bartels, Weitspringer Nils Winter und Speerwerferin Steffi Nerius haben die deutschen Leichtathleten beim Europapokal in Florenz am zweiten Tag mit Siegen aussichtsreich im Rennen gehalten. Nach zwölf von 20 Wettbewerben nahm das Männerteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit 65,5 Punkten hinter Frankreich (67) Kurs auf die Titelverteidigung. Die Frauen waren nach 13 Disziplinen ebenfalls Zweite (64) hinter dem großen Favoriten Russland (84,5).
Bartels setzt GlanzpunktDer Neubrandenburger Bartels setzte sich am Samstag vor 2000 Zuschauern im Stadion Luigi Ridolfi mit 20,76 Metern durch; die Olympia-Zweite Nerius (Leverkusen) gewann souverän mit 64,59 m. Ihr Vereinskollege Nils Winter beeindruckt in dieser Saison durch seine Beständigkeit, auch diesmal blieb er mit 8,06 m über der Acht-Meter-Marke.
Dazu kamen fünf zweite und drei dritte Plätze für den DLV. Stabhochspringerin Carolin Hingst (Mainz) kämpfte lange um den Sieg, erfüllte als Zweite (4,50 m) hinter der Polin Anna Rogowska (4,60) aber die Norm für die Weltmeisterschaften in Helsinki (6. bis 14. August).
Straucheln kostet SiegClaudia Marx (Erfurt) wurde über 400 Meter Hürden in 55,84 Sekunden Dritte; ein Strauchler an der vorletzten Hürde kostete sie den greifbar nahen Sieg. Christian Duma (Frankfurt/Main) erfüllte als Vierter (49,17 Sekunden) erstmals die WM-Normzeit.
100-Meter-Sprinter Marc Blume konnte bei seinem elften Europapokal-Auftritt - damit ist er alleiniger DLV-Rekordmann - nicht überzeugen. Der 31-Jährige aus Wattenscheid wurde in schwachen 10,51 Sekunden nur Letzter. Den ersten DLV-Sieg hatte zum Auftakt am Freitagabend Ex-Weltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) mit 64,38 Metern im Diskusring erkämpft. (nz)