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FC Bayern lässt DFB-Auswahl keine Chance

31. Mai 2005 23:11, ergänzt 23:28
Bayern Willy Sagnol (l.) im Duell mit Mike Hanke
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Auch der FC Bayern München hat die neue Allianz-Arena nun eingeweiht. Und dies auch noch mit einem Sieg gegen eine chancenlose deutsche Nationalmannschaft.

Der FC Bayern München hat sich auch für die deutsche Nationalmannschaft als zu stark erwiesen. In einem Testspiel anlässlich der Einweihung der neuen Allianz-Arena besiegte der diesjährige Double-Gewinner die DFB-Auswahl von Trainer Jürgen Klinsmann am Dienstagabend mit 4:2 (2:0). Vor 66.000 Zuschauern in ausverkauften neuen Münchner Fußball-Tempel trafen Sebastian Deisler (5.), Robert Huth (36./Eigentor), Willy Sagnol (74.) und Hasan Salihamidzic (88.) für den FC Bayern. Für die ohne die Bayern-Asse angetretene DFB-Auswahl waren Tim Borowski (51./Foulelfmeter) und Miroslav Klose (86.) erfolgreich.

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«Wir müssten eigentlich so stark sein, dass wir uns hier besser präsentieren», sagte Borowski nach dem Spiel. «Man sollte das Spiel nicht überbewerten«, sagte dagegen Michael Ballack. »Man darf nicht vergessen, dass wir Bayern eine starke Fraktion in der Nationalmannschaft stellen. Das Stadion ist jedenfalls Wahnsinn.«

«Es war ein schönes Einstiegsgeschenk für die Bayern», kommentierte Bundestrainer Jürgen Klinsmann das Spiel. «Wir verlieren nicht gerne, aber heute ist es kein Problem. Wir haben uns erst am Montag getroffen und in der ersten Halbzeit gar keinen Rhythmus gefunden.»

Vor dem Spiel hatte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer noch erklärt: «Dieses Spiel sollte man nicht zu ernst nehmen.« Der FC Bayern tat aber das Gegenteil und zeigte sich wie in den vergangenen Wochen in Spiellaune.

Vor allem in Hälfte eins überlegen

Im Mittelfeld präsent und in der Abwehr sicher stehend dominierte das Team von Trainer Felix Magath die Nationalauswahl vor allem in der ersten Halbzeit. Von Tempofußball der Nationalmannschaft, den Trainer Jürgen Klinsmann eingefordert hatte, war nichts zu sehen. Vielmehr hatte der FC Bayern in der ersten Halbzeit weitere Chancen, um die Führung zu erhöhen. Fast das komplette Mittelfeld der Nationalmannschaft spielte mit Michael Ballack, Sebastian Deisler, Sebastian Schweinsteiger und Torsten Frings allerdings auf Seiten des FC Bayern.

«Ich wär überrascht, wenn Jürgen Klinsmann nicht reagieren würde. So können sie nicht weiterspielen. Sonst blamieren sie sich», kommentierte Franz Beckenbauer die Leistung der Nationalmannschaft zur Halbzeit. Und tatsächlich: Klinsmann brachte Mike Hanke (FC Schalke 04) und Miroslav Klose (Werder Bremen) für die wirkungslosen Lukas Podolski (1. FC Köln) und Kevin Kuranyi (VfB Stuttgart).

Anschluss per Foulelfmeter

In der 51. Minute gelang der Nationalmannschaft durch Borowski (Werder Bremen) per Foulelfmeter der Anschlusstreffer. Beide Teams hatten danach weitere Mögklichkeiten. Bayerns Sagnol nutzte eine davon, als er aus 17 Metern den Ball ins Netz drosch, nachdem er zuvor im Mittelfeld einen Zweikampf für sich entschieden hatte. Klose gelang fünf Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer, postwendend stellte Salihamidzic aber den alten Zwei-Tore-Abstand für die beweglicheren und spielfreudigeren Bayern wieder her. (nz)

 
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