netzeitung.deTurbine sieht sich noch längst nicht am Ziel

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Conny Pohlers (l.). (Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH)

Lupe Conny Pohlers (l.).
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vor dem Final-Rückspiel um den Uefa-Cup der Frauen haben sich die Schwedinnen von Djurgarden/Alvsjö noch längst nicht aufgegeben. Deren Starspielerin flößt auch den Akteurinnen von Turbine Potsdam Respekt ein.

Der Respekt der Spielerinnen von Turbine Potsdam vor dem schwedischen Meister Djurgarden/Alvsjö ist nach wie vor enorm. Dabei gehen die Brandenburgerinnen mit einem 2:0-Erfolg im Rücken ins Final-Rückspiel um den Uefa-Cup. «Das Ergebnis ist nur ein kleiner Vorteil», relativiert Turbine-Stürmerin Conny Pohlers vor dem zweiten Aufeinandertreffen beider Teams am heutigen Samstag (13 Uhr, live im RBB). «Das wird ein richtig schweres Spiel.» Auch ihr Trainer Bernd Schröder warnt, dass «das 2:0 kein sicheres Ergebnis ist.» Er sei überzeugt davon, dass «Djurgarden in der Lage ist, das Spiel noch zu drehen.»

Djurgarden hofft auf frühen Treffer
Die Schwedinnen jedenfalls geben sich trotz der Heimniederlage optimistisch, dass am Ende sie den Pokal in Händen halten werden. Deren Trainer Mikael Soederman kündigte für Samstag erneut eine «sehr offensive Ausrichtung» seiner Mannschaft an. «Wir wollen möglichst ein frühes Tor vorlegen», ergänzte seine zuletzt verletzte Starstürmerin Victoria Svensson. Die Abwehrarbeit sollte dabei aber nicht vernachlässigt werden. «Sollten wir uns einen Gegentreffer einfangen, hat sich die Sache erledigt.»

Im Hinspiel in Stockholm hatte Djurgarden/Alvsjö die besseren Chancen. Doch die Stürmerinnen scheiterten immer wieder an der überragenden Potsdamer Schlussfrau Nadine Angerer. «Wir hatten drei 100-prozentige Chancen. Ich hoffe, dass wir das diesmal besser machen», so Trainer Soederman.

Poker um Svensson
Vor Wochenfrist musste seine Mannschaft ohne Victoria Svensson auskommen. Die 28-Jährige hatte die Partie wegen eines Muskelfaserisses nur von der Seitenlinie aus verfolgt. Ob die 102-fache schwedische Nationalspielerin in Potsdam auflaufen wird, wollten weder Soederman noch Svensson einen Tag vor der entscheidenden Partie verraten. Und die Schweden wissen, warum sie bis zuletzt pokern. Ihr großer Star wird schließlich auch von den Turbine-Akteurinnen bewundert – und gefürchtet. «Victoria Svensson allein ist schon für ein bis zwei Tor gut», erläuterte ihr Potsdamer Pendant Conny Pohlers.

Schröder nimmt Druck von der Mannschaft
Die Stümerin verschweigt aber, dass letzteres auch auf sie selbst zutrifft. Im Hinspiel hatte die Nationalspielerin den Führungstreffer erzielt. Trotz ihrer überragenden Leistungen stellt Pohlers sich selbst nicht in den Vordergrund. Sie profitiere schließlich nur von der Vorarbeit ihrer Kolleginnen. Oder wie die Soldatin lapidar bemerkt: «Ich stehe immer mal richtig.»

Ihr Trainer Bernd Schröder ist derweil darum bemüht, den Druck von seinen Spielerinnen zu nehmen. Der 62-Jährige will – offiziell – nur ein gutes Spiel sehen, dass Werbung für den Frauenfußball macht. «Das ist immer noch eine Randsportart», so Schröder. Doch da spielt seine Mittelstürmerin nicht mit. «Mir ist es lieber, wenn wir schlecht spielen, aber trotzdem den Pokal holen.» Nur in diesem Falle könnte Turbine auch in der kommenden Saison auf internationaler Bühne spielen.

Neuer Zuschauerrekord angestrebt
Knapp 5000 Karten sind bereits abgesetzt worden. «Ein sensationeller Vorverkauf», jubelt Rolf Kutzmutz. Der Turbine-Vizepräsident spekuliert darauf, dass der Vereinsrekord von 8000 Zuschauern fällt. Maximal fasst das Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion gemäß der Uefa-Richtlinien exakt 9254 Zuschauer.