netzeitung.deVW unterstützt Chinas Tischtennis-Asse

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VW stellt den WM-Fuhrpark und probt so schon einmal für die Olympischen Spiele in Peking 2008. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe VW stellt den WM-Fuhrpark und probt so schon einmal für die Olympischen Spiele in Peking 2008.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Fünf Weltmeister wollen die chinesischen Tischtennisspieler bei der WM im eigenen Land krönen. Das heere Ziel unterstützt der in Asien schwächelnde deutsche Autohersteller Volkswagen.

Chinas Tischtennis-Asse wollen bei der WM in Schanghai mit Unterstützung des Volkswagen-Konzerns
alle fünf Titel gewinnen. Erstmals bei einem wichtigen Turnier tragen die klar favorisierten Spielerinnen und Spieler aus dem «Reich der Mitte» das VW-Logo auf ihren Trikots. Die Volkswagen Gruppe China ist nicht nur Titelsponsor der WM in der 17 Millionen Einwohner zählenden Metropole, sondern hat auch mit dem chinesischen Verband im Hinblick auf Olympia 2008 in Peking einen Sponsorvertrag abgeschlossen.
Erfolgreichstes Sportteam
«Wir sind sehr zufrieden, eines der erfolgreichsten chinesischen Sportteams unterstützen zu können. Volkswagen und Tischtennis sind in China Marktführer und Erneuerer», erläuterte China-Chef Bernd Leißner das Interesse der Autobauer für das populäre Spiel mit dem kleinen Zelluloidball.

Auf rund 120 Millionen wird die Zahl der Aktiven in China geschätzt. Die Stars wie die drei weltbesten Spieler Wang Liqin, Ma Lin und Wang Hao sind in der Bevölkerung bekannt und eignen sich als Werbebotschafter.

Boll: Schlaraffenland
«China ist das Schlaraffenland für den Tischtennis-Sport», sagte der Weltranglisten-Fünfte Timo Boll. Zum WM-Auftakt strömten am Samstag zwar nur wenige Fans in die vier Hallen, weil an den Qualifikationsrunden keine chinesischen Spieler beteiligt waren. Doch bis zu den Finalkämpfen nächsten Donnerstag und Freitag dürfte das Interesse gewaltig ansteigen. Der chinesische Sportkanal CCTV 5 überträgt 60 Stunden live aus dem Schanghai Gymnasium und geht von 100 Millionen Zuschauern in der WM-Zeit aus.

Die VW Guppe China und das Gemeinschaftsunternehmen Schanghai Volkswagen haben für die WM mehr als 30 Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Es ist ein kleiner Test für Olympia 2008 in Peking, wo das Unternehmen ebenfalls den Fuhrpark stellt. Der dürfte dann wesentlich umfangreicher ausfallen. «Wir wollen die Olympischen Spiele in China zu den größten überhaupt machen. Deshalb bieten wir den Organisatoren und chinesischen Sportlern jede Hilfe an», sagte Leißner.

Derzeit hat sein Unternehmen auf dem Automarkt im Reich der Mitte mit massiven Absatzproblemen zu kämpfen. Im ersten Quartal des Jahres war der Verkauf nach Leißners Worten um fast ein Drittel auf 116.000 Fahrzeuge und einen Marktanteil von 18,9 Prozent gesunken. 2004 war der Anteil bereits von 30,8 auf 25 Prozent zurückgegangen. Der erhoffte «Fünfer-Pack» der Tischtennis-Sportler würde zumindest dem Renommee gut tun. (nz)