Sammer warnt vor Dinamo Zagreb
14.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Deshalb hat VfB-Trainer Matthias Sammer einer verfrühten Selbstzufriedenheit den Kampf angesagt. «Unsere Grundtendenz ist okay. Aber ich will nichts davon hören, dass die Geschichte am Mittwoch schon gelaufen oder dass Bayern München ein anderes Kaliber als Zagreb ist. Solche Erfahrungen haben ja andere Teams schon oft machen müssen», sagte Sammer und warnte seine Profis beim Nachsitzen vor dem Winter-Urlaub vor Überheblichkeit: «Der Erfolg darf keine Eintagsfliege sein. Die Bestätigung der Leistung ist nun wichtig. Sollte ein Spieler Motivationsprobleme bekommen, wovon ich nicht ausgehe, dann könnte ich dies überhaupt nicht verstehen.»
Spielt der VfB nur Remis, muss er mit Rang zwei Vorlieb nehmen. In der Runde der letzten 32 würde dann ein Team warten, das in der Gruppenphase der Champions League auf Platz drei landete. Eine Niederlage hätte das fast sichere Aus zur Folge. Doch Sammer will sich nicht mit Rechenspielen beschäftigen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Gegner. «Sie sind sicher zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage. Deshalb sind wir gewarnt, aber trotzdem zuversichtlich, die Gruppe als Erster zu beenden.»
Dabei war Dinamo in den vergangenen Jahren der dominierende Klub des Landes und schaffte unter den Namen NK Croatia Zagreb 1998 und 1999 sogar den Sprung in die Champions League. Doch zuletzt war der Hauptstadtverein weit entfernt von ähnlichen Erfolgen. Das Team des aktuellen Trainers Ilija Loncarevic musste sich sogar Attacken der eigenen Anhänger gefallen lassen. Erst vor wenigen Wochen stürmten erboste Fans das Trainingsgelände, gingen auf die Profis los und forderten diese auf, ihre Trikots auszuziehen. Die Spieler seien es nach Meinung der Anhänger nicht wert, die Klubfarben zu tragen. (nz)

