netzeitung.deSammer warnt vor Dinamo Zagreb

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VfB-Trainer Matthias Sammer warnt vor Selbstzufriedenheit. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe VfB-Trainer Matthias Sammer warnt vor Selbstzufriedenheit.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der VfB Stuttgart kann mit Platz drei in der Fußball-Bundesliga zufrieden sein. Doch nur ein Sieg gegen Zagreb und der Sprung in die nächste Uefa-Cup-Runde garantiert ein fröhliches Weihnachtfest.

Der VfB Stuttgart hat nach einer kurzen Durststrecke die Hinrunde in der Fußball-Bundesliga auf einem ansprechenden dritten Rang abgeschlossen. Einem erholsamen Weihnachtsfest steht also nichts mehr im Wege. Wenn der VfB nicht noch das entscheidende Spiel der Uefa-Cup-Gruppenphase gegen den 17-maligen kroatischen Meister Dinamo Zagreb am Mittwoch (20.45 Uhr/ab 21.45 Uhr in Konferenzschaltung der ARD) vor der Brust hätte. Stolpert Stuttgart über die Kroaten und verpasst die fest eingeplante nächste Runde im internationalen Geschäft, würde das positive Gesamtbild empfindliche Kratzer erhalten.

Deshalb hat VfB-Trainer Matthias Sammer einer verfrühten Selbstzufriedenheit den Kampf angesagt. «Unsere Grundtendenz ist okay. Aber ich will nichts davon hören, dass die Geschichte am Mittwoch schon gelaufen oder dass Bayern München ein anderes Kaliber als Zagreb ist. Solche Erfahrungen haben ja andere Teams schon oft machen müssen», sagte Sammer und warnte seine Profis beim Nachsitzen vor dem Winter-Urlaub vor Überheblichkeit: «Der Erfolg darf keine Eintagsfliege sein. Die Bestätigung der Leistung ist nun wichtig. Sollte ein Spieler Motivationsprobleme bekommen, wovon ich nicht ausgehe, dann könnte ich dies überhaupt nicht verstehen.»

Nur drei Punkte zählen
Für Sammer zählt nichts anderes als ein Sieg gegen die Zagreb, denn nur drei Punkte verhelfen den Schwaben zum Gruppensieg und einer günstigen Ausgangsposition bei der Auslosung am Freitag. «Der Gruppensieg ist das erklärte Ziel, wenngleich es aber immer mal wieder zu unvorhersehbaren Dingen in einem Spiel kommen kann. Aber davon gehen wir nicht aus, denn wir wollen in diesem Wettbewerb überwintern», so der Europameister von 1996.

Spielt der VfB nur Remis, muss er mit Rang zwei Vorlieb nehmen. In der Runde der letzten 32 würde dann ein Team warten, das in der Gruppenphase der Champions League auf Platz drei landete. Eine Niederlage hätte das fast sichere Aus zur Folge. Doch Sammer will sich nicht mit Rechenspielen beschäftigen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Gegner. «Sie sind sicher zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage. Deshalb sind wir gewarnt, aber trotzdem zuversichtlich, die Gruppe als Erster zu beenden.»

Zagreb steht schlecht da
Allzu viel Angst dürften die Kroaten den Stuttgartern allerdings nicht einjagen. Der Ex-Klub von VfB-Kapitän Zvonimir Soldo, der Sammer auf Grund eines Muskelfaserrisses nicht zur Verfügung steht, hat im vergangenen halben Jahr schon vier Trainer verschlissen und landete in der Herbstrunde lediglich auf dem siebten Platz. Das ist die schlechteste Platzierung der «Blauen» seit der Unabhängigkeit Kroatiens 1991.

Dabei war Dinamo in den vergangenen Jahren der dominierende Klub des Landes und schaffte unter den Namen NK Croatia Zagreb 1998 und 1999 sogar den Sprung in die Champions League. Doch zuletzt war der Hauptstadtverein weit entfernt von ähnlichen Erfolgen. Das Team des aktuellen Trainers Ilija Loncarevic musste sich sogar Attacken der eigenen Anhänger gefallen lassen. Erst vor wenigen Wochen stürmten erboste Fans das Trainingsgelände, gingen auf die Profis los und forderten diese auf, ihre Trikots auszuziehen. Die Spieler seien es nach Meinung der Anhänger nicht wert, die Klubfarben zu tragen. (nz)