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Lupe DSV-Schwimmer holen drei Mal EM-Gold

Zum Auftakt der Kurzbahn-EM in Wien errangen die DSV-Schwimmer gleich drei Goldmedaillen. Den Anfang hatte die 17-Jährige Teresa Rohmann über 200 Meter Lagen gemacht.

Für einen perfekten Auftakt des Deutschen Schwimm-Verbandes bei der Kurzbahn-EM in Wien sorgten das Duo Teresa Rohmann und Sarah Poewe und die Lagenstaffel mit Thomas Rupprath, Mark Warnecke, Fabian Friedrich und Carsten Dehmlow. 110 Tage nach dem Ende der olympischen Wettbewerbe schwamm Teresa Rohmann aus Erlangen über 200 Meter Lagen in deutscher Rekordzeit von 2:09,40 Minuten zu ihrem ersten bedeutenden Titel.

Die Wuppertalerin Sarah Poewe wiederholte über 50 Meter Brust in 31,09 Sekunden ihren Sieg von Dublin 2003. Das Männerquartett mit Rupprath (Hannover), Warnecke (Stuttgart), Friedrich (Frankfurt/Main) und dem Hamburger Dehmlow wurde über 4 x 50 Meter Lagen in 1:34,56 Minuten zum fünften Mal hintereinander Europameister, verfehlte dabei aber den eigenen Weltrekord um eine Zehntelsekunde. Als Startmann schwamm Rupprath über 50 Meter Rücken in 23,34 Sekunden Europarekord.

«Gold-Signal für Peking»
«Das ist ein erstes Gold-Signal für Peking», sagte Cheftrainer Ralf Beckmann und freute sich ganz speziell über die 17 Jahre alte Olympia-Fünfte Rohmann. Obwohl die Trainingspartnerin der pausierenden Weltmeisterin Hannah Stockbauer wie Sarah Poewe und ein Drittel des 27-köpfigen DSV-Teams gesundheitlich angeschlagen ist, schwamm sie der Polin Aleksandra Urbanczyk (2:10,64) um 1,24 Sekunden locker davon. «Mir fällt es schon schwer, Sport und Schule in Einklang zu bringen», sagte Teresa Rohmann, die trotz der Strapazen «überglücklich» war. Im WM-Jahr 2005 will sie die Mittlere Reife machen und sich dann ganz auf das Schwimmen konzentrieren: Peking wartet.

Trotz eines eingerissenen Schwimmanzugs ging Rupprath mit übergezogener Zweithose auf Titelkurs. Er setzte im Halbfinale über 100 Meter Schmetterling mit 50,66 Sekunden ebenso die Richtmarke für den Endlauf am Freitag wie Langbahn-Weltmeisterin und Titelverteidigerin Antje Buschschulte mit 58,54 über 100 Meter Rücken. Österreichs «Sportler des Jahres» Markus Rogan gelang innerhalb von 52 Minuten mit Europarekord über 200 Meter Rücken (1:51,24 Minuten) und über 200 Meter Lagen (1:55,15) ein von fast 4000 Zuschauern umjubelter Doppelsieg.

Beckmann hat «beim ersten Schritt auf dem Weg nach Peking» 15 Medaillen auf der Rechnung. Buschschschulte könnte mit einem Platz unter den ersten Drei am Freitag ihre 45. internationale Medaille gewinnen. Rupprath peilt bei vier Einzelstarts Podiumsplätze an und käme damit auf 40 Medaillen bei internationalen Titelkämpfen. «Für ihn ist die Belastung kein Problem. Er liebt es ohnehin, immer unter Volldampf zu stehen», behauptet Beckmann.(nz)