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ZDF möchte Uefa-Cup-Gebühren drücken

30. Nov 2004 19:44, ergänzt 19:58
Kevin Kuranyi (l.) vom VfB Stuttgart im Uefa-Cup im Einsatz.
Die ARD wird komplett aussteigen. Das ZDF plant nun für die kommende Fußball-Saison, nur noch die Hälfte für die Übertragung der Uefa-Cup-Spiele zu zahlen.

Nach dem Rückzug der ARD will das ZDF offenbar die Übertragungspreise für Uefa-Pokal-Spiele um bis zu 50 Prozent drücken. Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Mittwochausgabe) berichtete, will der Mainzer Sender ab kommender Saison für die Spiele bis zum Viertelfinale im Schnitt nur noch die Hälfte zahlen. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte dem Blatt, man müsse mit den «Gebührenmitteln der Zuschauer vernünftig umgehen».

Die ARD hat bereits beschlossen, aus dem Uefa-Vertrag zum Ende dieser Saison auszusteigen, um die neue Harald-Schmidt-Show zu finanzieren. Aus dem Lager der Bundesliga-Klubs machte sich nach Bekanntgabe dieser Nachricht großer Unmut breit. Den Vereinen brechen so wichtige Einnahmen weg. ARD und ZDF hatten sich laut «SZ» im Vertrag mit der Agentur Sportfiveverpflichtet, bis Ende dieser Saison zahlreiche Spiele zu hohen Preisen zu kaufen und zu übertragen.

Preispolitik stößt auf Unverständnis

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  • Brender sagte, Sportfive müsse künftig bei der Auswahl der Spiele, die das ZDF haben könne, wie auch bei den Preisen «deutlich flexibler werden». In Stuttgart stößt die neue Strategie der Öffentlich-Rechtlichen auf großes Missfallen. «Mir fehlt dafür das Verständnis, weil der Uefa-Cup nach wie vor ein attraktiver Wettbewerb ist, mit ausverkauften Stadien bei uns und in Schalke», sagte VfB-Finanzvorstand Ulrich Ruf der «SZ».

    Nach Angaben der Zeitung müssen sich die deutschen Klubs bei manchen Heimspielen im Uefa-Cup jetzt schon mit TV-Honoraren zwischen 100.000 und 200.000 Euro begnügen. Eine Überraschung im DFB-Pokal bringe deutlich mehr. Zwar wolle das private Deutsche SportFernsenen nach dem Ausstieg der ARD öfter vom Uefa-Cup senden, laut Geschäftsführer Rainer Hüther aber «ohne finanzielles Risiko». Ein Geldsegen wird somit für die im Uefa-Cup teilnehmenden Vereine nicht erwarten zu sein. (nz)

     
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