26. Nov 2004 13:50
Die Finanzlage des Deutschen Sportbundes ist dramatisch. Die Rücklagen schmolzen in zwei Jahren um 4,3 Millionen Euro, nun muss Personal abgebaut werden.
«Wir können nicht anders, wir müssen uns gesund schrumpfen», sagte Eichler. Noch sei es bei immer noch 3,1 Millionen Euro an Rücklagen dafür nicht zu spät. «Wir sind weder insolvent noch überschuldet. Aber wir müssen dieses Geld jetzt sinnvoll einsetzen, um uns aus der Kosten-Falle zu befreien.»Dramatische Haushaltseinschnitte sind geplant. «Der bisherige Apparat von 124 Mitarbeitern ist nicht mehr drin. Nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kann es auf keinen Fall so weitergehen», sagte der Generalsekretär. Er sei sicher, dass die Konsolidierungsbemühungen bis 2007 Erfolg haben werden: «Vielleicht schreiben wir sogar schon 2006 eine Null.»
Die Fusionsverhandlungen mit dem NOK kommen für den DSB zur Unzeit, wie Eichler zugab. «Unser Plan bestand ganz klar darin, erst unseren Haushalt zu sanieren.»
Dieses Bekenntnis will so gar nicht zu der Eile passen, mit der DSB-Präsident Manfred von Richthofen die Debatte um die Neuordnung des deutschen Sports nach Olympia in Athen vorantrieb. Eichler weist jedoch alle Vorwürfe zurück, der DSB wolle sich auf Kosten des wirtschaftlich gesünderen NOK kurieren. «Natürlich begrüßen wir diesen Prozess und erachten ihn für notwendig. Wir müssen die Sanierung unseres Haushalts parallel zur Strukturdebatte in den Griff bekommen und werden dies auch bewerkstelligen, ganz unbenommen von der Strukturdiskussion», sagte Eichler. (nz)