Olsson und Williams-Darling knacken Jackpot
Der 24-jährige Olsson gewann seinen Anteil mit der Siegerweite von 17,45 Metern vor dem US-Amerikaner Walter Davis (17.21) und dem Brasilianer Jadel Gregorio (17,14). «Ich habe fast zuviel an das Geld gedacht, aber wenn man bereits zuvor fünf Meetings gewonnen hat, dann ist das ganz normal», sagte Olsson.
Eine hervorragende Vorstellung bot wieder einmal Speerwerferin Steffi Nerius. Die 32-Jährige musste sich mit 65,60 Metern wie bereits bei den Olympischen Spielen in Athen nur der Kubanerin Osleidys Menendez (65,98) geschlagen geben. Platz drei sicherte sich die Offenburgerin Christina Obergföll (63,34).
Heike Drechsler konnte zu Beginn ihrer Abschiedstour den Endkampf nicht erreichen. Die Athletin der LG Karlsruhe kam nicht über 5,92 Meter hinaus. «Nach meiner Verletzung musste ich erst wieder hereinkommen, doch drei Versuche haben dafür nicht ausgereicht», sagte Drechsler nach ihren Ausscheiden.
Vor ihrem Karriere-Ende wird die Olympiasiegerin von 1992 und 2000 noch Wettkämpfe in Yokohama und Tahiti bestreiten. «Auch wenn ich heute nicht den Endkampf erreicht habe, war es hier eine tolle Atmosphäre. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat. Zehn Jahre würde ich gerne noch springen, doch jetzt sind auch mal die anderen dran», sagte Drechsler.
Im kommenden Jahr will Drechsler im Frühling alle ihre ehemaligen Konkurrentinnen zu einem Abschiedsfest einladen. Ihren letzten Wettkampf wird die 39-Jährige im Mai in Gera bestreiten. Dem Ort, wo ihre Karriere begann. Trotz ihrer Verletzung ist sie trotzdem froh, dass sie ihre letzten Ziele angegangen ist. «Dann fällt der Abschied nicht so schwer», sagte Drechsler, die sich allerdings nicht für Olympia hatte qualifizieren können.
Die in Wolgograd lebende Lebedewa ist in diesem Jahr die erfolgreichste russische Sportlerin. Neben Gold im Weitsprung holte sie in Athen auch die Bronzemedaille im Dreisprung. In diesem Jahr konnte sie auch in beiden Disziplinen bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Budapest gewinnen.
Im Kugelstoßen musste sich die Olympia-Zweite Nadine Kleinert aus Magdeburg mit 18,52 Metern erneut mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Die Konkurrenz entschied die Weißrussin Nadescha Ostaptschuk mit 20,36 Metern für sich. Für die Weißrussin war es zugleich eine neue persönliche Bestzeit. Dritte wurde Cleopatra Borel (18,49) aus Trinidad.
Die 110-Meter-Hürden bei den Männern konnte in Abwesenheit des chinesischen Olympiasiegers Liu Xiang der US-Amerikaner Allen Johnson in 13,16 Sekunden vor dem Jamaikaner Maurice Wignall (13.27) und dem US-Amerikaner Ron Bramlett (13,43) gewinnen.
Der litauische Olympiasieger Virgilius Alekna hatte zum Auftakt den Diskuswurf souverän gewonnen. Der 32-Jährige siegte mit guten 68,12 Meter. Den zweiten Platz belegte der Spanier Mario Pestano (66,69) vor dem Olympiavierten Wassili Kaptjuch (Weißrussland) mit 65,45. Torsten Schmidt (Rostock) landete mit 60,95 Metern wie in Athen auf dem neunten Platz.
Über 5000 Meter der Männer überraschte der erst 17-Jährige Kenianer Augustine Kiprono Choge für eine Überraschung. Der Junioren-Weltmeister distanzierte in persönlicher Bestzeit von 12:57.01 Minuten den Äthiopier Mulugeta Wendimu (12:57.05) in einem spannenden Finish. In neuer Asien-Bestzeit wurde Salim Mushir Jawher aus dem Bahrain in 13:00.40 Minuten Dritter.
