Rupprath schließt sich Stockbauer-Kritik an
Stockbauer hatte zuvor Cheftrainer Ralf Beckmann und NOK-Präsident Klaus Steinbach aufgefordert, nicht länger «auf den Athleten rumzutrampeln und zu erzählen, wie viele Millionen eine Medaille kostet».
Besonders die Doppelbesetzung auf dem DSV-Chefcoachposten stören Rupprath und Stockbauer. «Wir haben neben Beckmann mit Manfred Thiesmann noch einen Bundestrainer. Ich habe nichts gegen die beiden persönlich, will auch nicht ihre Arbeit in Abrede stellen. Aber es stellt sich doch die Frage: Warum kann diesen Job nicht einer allein machen?», sagte Rupprath.
Der Weltmeister von Barcelona 2003 nimmt Stockbauer gegenüber den Verbands-Funktionären in Schutz. «Anstatt so vehement eine Entschuldigung zu fordern, sollte man Hannah anbieten, sich mit ihr an einen Tisch zu setzen und über konstruktive Lösungen nachzudenken. Das wäre sinnvoller», forderte der 27-Jährige alte Rupprath.
Stockbauer hatte am Montag im Bayerischen Fernsehen eine Entschuldigung abgelehnt. «Ich bin kein dummes Mädel», sagte sie. «Beckmann zum Beispiel kommt vier Tage ins Trainingslager in die Sierra Nevada und zwei Tage davon macht er Urlaub. Er kann gar nicht beurteilen, wie ich trainiere», hatte die fünfmalige Weltmeisterin gesagt, «dass uns Sportlern die Schuld gegeben wird, ist eigentlich eine Frechheit.»

