26.07.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Michaels-Beerbaum auf Shutterlfly.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Meredith Michaels-Beerbaum hat erstmals zu den Doping-Vorwürfen gegen ihr Pferd Shutterlfy Stellung genommen. Sie wolle unter Eid ihre Unschuld beteuern.
Meredith Michaels-Beerbaum hat ihre Unschuld im Dopingfall ihres Pferdes Shutterfly beteuert. «Für mich sind diese Befunde nicht nachvollziehbar, da weder ich noch mein direktes Umfeld dem Pferd vor oder während des Turniers in Mailand irgendein Medikament verabreicht haben», teilte die 34 Jahre alten Springreiterin aus Thedinghausen am Montagabend in einer schriftlichen Erklärung mit: «Ich bin bereit, diese Aussage in Form einer eidesstattlichen Versicherung zu untermauern.»
Bitte um VerständnisIn ihrem Schreiben bat Michaels-Beerbaum um Verständnis für ihr Verhalten direkt nach der Bekanntgabe der positiven Dopingproben, als sie nur über ihren Anwalt Stellung genommen hatte. Sie habe es überhaupt nicht glauben wollen: «Für mich gab es weiterhin nur den Gedanken, das Ziel Athen zu erreichen und die seit Monaten konstant guten Leistungen auch im Nationenpreis und in den nachfolgenden Prüfungen zu bestätigen. Nur so kann ich meine Unsicherheit und die ausweichenden Antworten erklären. Heute ist mir klar, dass ich vor allem das Vertrauen meiner Fans enttäuscht habe. Dafür möchte ich mich entschuldigen».
Nach wie vor gelte die Aussage, dass sie nicht gedopt habe. «Ich werde zu diesem Zeitpunkt keine Spekulationen anstellen, wie es zu dem positiven Befund kommen konnte», so die Reiterin: «Damit ist der Rechtsanwalt Ulf Walz beschäftigt, er wird in den kommenden Wochen und Monaten Informationen und Beweise sammeln, dass die positiven Proben nicht in der Verantwortung von mir oder in der Verantwortung meines direkten Umfeldes stehen.» Als Folge des Dopingfalls wurde Michaels-Beerbaum nicht für die Olympischen Spiele in Athen nominiert. (nz)