29.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Der Deutschland-Achter hat beim Ruder-Weltcup in München neues Selbstvertrauen für Olympia getankt. Das Team um Schlagmann Michael Ruhe musste sich nur Weltmeister Kanada geschlagen geben.
Beim Ruder-Weltcup in München hat sich der Deutschland-Achter zweieinhalb Monate vor den Olympischen Spielen in Athen (13. bis 29. August) für das Desaster von Duisburg rehabilitiert. Die Bootsbesatzung von Bundestrainer Dieter Grahn musste sich beim zweiten Weltcup der Saison auf der Olympiastrecke von 1972 in München in 5:49,58 Minuten nur Weltmeister Kanada (5:47,34) geschlagen geben. Dritter wurde die Niederlande (5:54,32).
Schlagmann Ruhe kehrt zurückIn Duisburg hatte das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am vergangenen Sonntag eine deutliche Niederlage mit mehr als fünf Sekunden Rückstand auf die Kanadier hinnehmen müssen. Grahn hatte daraufhin den eigentlich ausgemusterten Schlagmann Michael Ruhe zurück ins Team beordert.
Dadurch ist der deutsche Ruder-Achter mit der neuen Besetzung wieder in die absolute Weltspitze zurückgekehrt. Zwar kassierte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im Finale des Weltcups in München eine erneute Niederlage gegen Weltmeister Kanada. Doch die Mannschaft verkürzte den Rückstand im Vergleich zum Desaster von Duisburg um mehrere Sekunden auf eine dreiviertel Länge. «Wir sind wieder im Geschäft. Die personellen Maßnahmen haben sich bestätigt», sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller, der den Achter-Gold bei den Olympischen Spielen in Athen (13. bis 29. August) noch nicht abgeschrieben hat.(nz)