netzeitung.deDFB-Frauen erstmals Weltmeister

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Torschützin Maren Meinert (r. ) im Duell mit Frida Oestberg (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Torschützin Maren Meinert (r. ) im Duell mit Frida Oestberg
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft ist zum ersten Mal Weltmeister. Nia Künzer schoss die DFB-Auswahl mit einem Golden Goal zum Sieg über Schweden.

Nia Künzer hat die deutschen Fußball-Frauen mit einem Golden Goal zum ersten Weltmeistertitel geschossen. Erst in der Verlängerung eines spannenden Endspiels im kalifornischen Carson gegen Schweden konnte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes mit einem 2:1 (0:1, 1:1)-Sieg den Titel erringen. Sie löste am Sonntag den alten Titelträger USA in der Fifa-Weltrangliste als Nummer eins ab. Birgit Prinz holte sich vor den Augen von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder mit insgesamt sieben Toren zudem den Titel der erfolgreichsten WM-Torjägerin.

Maren Meinert (46.) und Nia Künzer (98.) sorgten acht Jahre nach dem verlorenen WM-Endspiel gegen Norwegen für den deutschen Sieg. Für Schweden war Hanna Ljungberg (41.) mit einem Treffer erfolgreich.

Bereits am Samstag hatte die Elf der USA das kleine Finale um Platz drei gegen Kanada gewonnen.

Vor rund 26.000 Zuschauern im Home Depot Center im kalifornischen Carson vertraute DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer im zweiten WM-Finale nach 1995 erneut ihrer bisherigen Stammformation, die bis zum Endspiel in fünf WM-Spielen fünf Siege gefeiert hatte. Zunächst machte sich die frühe Stunde bemerkbar. Nach dem Anpfiff um 10 Uhr Ortszeit wirkten vor allem die deutschen Spielerinnen etwas müde.

Bis Prinz in der 25. Minute erstmals aufdrehte. Die Stürmerin vom FFC Frankfurt schoss nach einer passgenauen Flanke von Bettina Wiegmann aber rechts am Tor vorbei. Und auch in der 31. Minute konnte sie nach einem schnellen Konter den Ball nicht unterbringen. Wiederum fünf Minuten später, sorgte sie mit einem Heber nach Vorarbeit von Pia Wunderlich für Aufsehen.

Svensson schickt Ljungberg
Die Schwedinnen gingen offensiver in die Partie und attackierten die deutschen Frauen schon in deren Hälfte. Auch sie suchten ihre Chance in Kontern. Ariane Hingst hatte Schwedens leistungsstarke Stürmerin Victoria Svensson, die in der 24. und 30. Minute gefährlich zum Torschuss kam, nicht besonders gut im Griff. Svensson war es auch, die Hanna Ljungberg in der 41. Minute mit einem steilen Pass in Richtung deutsches Tor schickte. Ljungberg ließ Torfrau Silke Rottenberg bei ihrem dritten WM-Treffer keine Chance. Den Ausgleich hatte Birgit Prinz kurz darauf auf dem Fuß, doch es fehlte an der letzten Konsequenz.

Nach der Pause dauerte es genau 43 Sekunden, bis Maren Meinert die Antwort gab. Nach Querpass von Prinz behielt sie die Ruhe und versenkte in ihren vierten WM-Treffer in der linken Ecke. Das Aufbauspiel funktionierte nun besser. In der 57. Minute wurde dem deutschen Team nach einem Foul an Kerstin Garefrekes ein Elfmeter verweigert. Hingst scheiterte in der 60. Minute mit einem Kopfball an Schwedens Torfrau Caroline Jönsson, Meinert in der 74. Minute.

Doch auch die Schwedinnen steckten nicht auf und übernahmen zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit die Feldhoheit. Svensson (80./88.), Frida Östberg (81.) und Ljungberg (86.) vergaben aber jeweils hunderprozentige Chancen.

Eingewechselte Künzer wird zum Joker
In der Verlängerung schien sich die eingewechselte Nia Künzer nicht recht zu trauen und vergab bereits kurz nach dem Wiederanpfiff eine Möglichkeit. Doch wenige Minuten später wurde sie nach einem Freistoß von Birgit Prinz zum Matchwinner als sie per Kopfball für den Erfolg sorgte. (nz)