Das Beratungsbüro hat Birgit Boese bereits in ihre Berliner Privatwohnung verlegt, wo sie nun ihre Arbeit fortsetzen wird. Die frühere DDR-Leichtathletin Boese wurde bereits im Alter von 12 Jahren ohne ihr Wissen gedopt. In der Folge ist sie gesundheitlich schwer gezeichnet, ein chirurgischer Eingriff wegen starker Bandscheibenbeschwerden steht ihr unmittelbar bevor. Viele der 300 Doping-Opfer, die einen Entschädigungsantrag beim Bundesverwaltungsamt Köln eingereicht haben, sprachen sich für den Fortbestand der Beratungsstelle aus, da sie auch zukünftig Hilfe und Unterstützung benötigen. Einigen Betroffenen wurden vom Doping-Opfer-Hilfeverein Spezialisten aus Wissenschaft und Medizin vermittelt, sowie Gutachten und Therapien aus Spenden bezahlt.
Der DSB-Präsident, Manfred von Richthofen, «stehe bezüglich einer Fortführung der Finanzierung des Büros, noch in Verhandlungen mit dem Bundes-Innenministerium und dem Nationalen Olympischen Komitee» (NOK). Der Deutsche Sportbund fühlt sich den Opfern verpflichtet«, teilte DSB-Sprecher Harald Pieper mit. Das NOK hat sich bisher geweigert, den Doping-Opfer-Hilfeverein zu unterstützen. (nz)