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DDR-Doping-Opfer verlieren
geförderte Anlaufstelle

24. Jul 2003 20:22
Birgit Boese
Die Fortführung der Finanzierung der Beratungsstelle für DDR-Dopingopfer ist bislang noch nicht gesichert. Am Freitag muss die Leiterin der DDR-Dopingopfer-Beratungsstelle, Birgit Boese, die Schlüssel des Büros zurückgeben.

Die Fortführung der Finanzierung der Beratungsstelle für DDR-Dopingopfer ist bislang noch nicht gesichert. Am Freitag jedenfalls gibt die Leiterin der DDR-Dopingopfer-Beratungsstelle in Berlin, Birgit Boese, die Schlüssel ihres seit August 2002 genutzten Büros auf dem Gelände des Olympiastadions an den Deutschen Sportbund zurück.

Die weitere Finanzierung der Beratungsstelle für DDR-Dopingopfer mit öffentlichen Mitteln, die bisher bis einschließlich zum 31.Juli nur durch den Deutschen Sportbund erfolgte, wird in den nächsten Wochen durch den privaten Doping-Opfer-Hilfeverein fortgeführt werden müssen, verbunden mit ehrenamtlicher Arbeit. Dies sagte Birgit Boese dem Deutschlandfunk.

Büro in Privatwohnung verlegt

Das Beratungsbüro hat Birgit Boese bereits in ihre Berliner Privatwohnung verlegt, wo sie nun ihre Arbeit fortsetzen wird. Die frühere DDR-Leichtathletin Boese wurde bereits im Alter von 12 Jahren ohne ihr Wissen gedopt. In der Folge ist sie gesundheitlich schwer gezeichnet, ein chirurgischer Eingriff wegen starker Bandscheibenbeschwerden steht ihr unmittelbar bevor.

Viele der 300 Doping-Opfer, die einen Entschädigungsantrag beim Bundesverwaltungsamt Köln eingereicht haben, sprachen sich für den Fortbestand der Beratungsstelle aus, da sie auch zukünftig Hilfe und Unterstützung benötigen. Einigen Betroffenen wurden vom Doping-Opfer-Hilfeverein Spezialisten aus Wissenschaft und Medizin vermittelt, sowie Gutachten und Therapien aus Spenden bezahlt.

Der DSB-Präsident, Manfred von Richthofen, «stehe bezüglich einer Fortführung der Finanzierung des Büros, noch in Verhandlungen mit dem Bundes-Innenministerium und dem Nationalen Olympischen Komitee» (NOK). Der Deutsche Sportbund fühlt sich den Opfern verpflichtet«, teilte DSB-Sprecher Harald Pieper mit. Das NOK hat sich bisher geweigert, den Doping-Opfer-Hilfeverein zu unterstützen. (nz)

 
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