21. Jan 2003 10:49
Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales hat die Krankenakten der SV Dynamo von früheren DDR-Sportlern aufbereitet. Doping-Opfer können mögliche körperliche Schäden somit eindeutig nachweisen.
Bislang blieb den Opfern nur die Chance, ihre Schädigungen mit Hilfe von Stasiakten oder Informationen von Experten nachzuweisen. Die Akten des für die systematische Dopingpraxis zuständigen Sportmedizinischen Dienstes der DDR gelten als vernichtet. Mit der Sammlung von persönlichen Daten aus dem Bestand der SV Dynamo, der Angestellte von Polizei, Zoll und Staatssicherheit angehörten, steht nun zumindest ein Teil des Aktenbestandes zur Verfügung. DDR-Doping-Opfer haben noch bis zum 31. März dieses Jahres Gelegenheit, Antrag auf Entschädigung zu stellen. Vom Bund werden in dem dafür eingerichteten Fonds insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. (nz)