netzeitung.deDeutsche Freistil-Frauen mit Weltrekord Auch Männer gewinnen Goldmedaille

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Lupe Deutsche Freistil-Frauen mit Weltrekord Auch Männer gewinnen Goldmedaille

Die deutsche Freistil-Staffel der Frauen wurde ihrer Favoritenstellung gerecht. Kathrin Meißner, Petra Dallmann, Sandra Völker und Franziska van Almsick gewannen bei der Schwimm-EM die Goldmedaille mit Weltrekord.

Die deutsche 4x100-Meter-Freistilstaffel der Frauen hat sich am Montag bei den Schwimm-Europameisterschaften in Berlin den Titel in einer neuen Weltrekordzeit gesichert. Kathrin Meißner, Petra Dallmann, Sandra Völker und Schlussschwimmerin Franziska van Almsick deklassierten in 3:36,00 Minuten die Schwedinnen (3:40,66) und die Niederländerinnen (3:41,98) auf die Plätze.
Erträumter Auftakt
Die deutschen Damen hatten bereits im Vorjahr den Weltmeistertitel in Fukuoka gewonnen, nachdem man bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 nur den enttäuschenden vierten Platz belegt hatte. Der bisherige Weltrekord wurde von den USA mit 3:36,61 Minuten gehalten. Aufgestellt worden war er am 19. September 2000 bei den Spielen in Sydney.

«Das war der erträumte Auftakt», sagte Franziska van Almsick überglücklich nach dem Weltrekord. «Jetzt hoffe ich, dass es so weitergeht.» Auch Sandra Völker war nach dem fünften deutschen EM-Staffeltitel über 4x100 m Freistil seit 1993 außer sich vor Freude. «Es war wunderschön. Nach meinen Rückschlägen aus dem Winter freue ich mich um so mehr, dass alles nun so gut geklappt hat.»
Auch Männer-Staffel holt Gold
Den grandiosen Auftakt der Schwimm-Wettbewerbe wurde von der deutschen 4x100 Meter Freistilstaffel der Männer komplettiert. Lars Conrad, Stefan Herbst, Torsten Spanneberg und Stephan Kunzelmann gewannen in 3:17,67 Minuten ebenfalls die Goldmedaille. «»Das ist einfach genial«, freute sich Lars Conrad. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Schweden (3:17,75) und Italien (3:18,20). «Das war ein Auftakt nach Maß», sagte Cheftrainer Ralf Beckmann. «So darf es weitergehen», fügte er hinzu.
Bronze für Hetzer
Bereits zuvor hatte es eine Bronzemedaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) gegeben. Die Magdeburgerin Nicole Hetzer war über die 400 Meter Lagen in 4:42,22 Minuten über die 400 Meter Lagen auf Platz drei geschwommen. Den Sieg sicherte sich die Olympiasiegerin Jana Klosckkowa aus der Ukraine in 4:35,10 Minuten vor der Ungarin Eva Ristov (4:42,22).

«Zwar bin ich etwas über meiner persönlichen Bestzeit geblieben, doch das ist
egal. Hauptsache ich habe eine Medaille. Die Stimmung hier war riesig», sagte die 23-jährige Hetzer.
Zum Auftakt italienischer Doppelerfolg
Zum Auftakt der Schwimm-Wettberwerbe hatte der Italiener Emiliano Brembilla die 400 Meter Freistilstrecke für sich entschieden. Der Titelverteidiger siegte vor 4000 Zuschauern in Berlin in 3:46,60 Minuten vor seinem Landsmann Massimilano Rosolino (3:48,70) und dem Rumänen Dragos Coman (3:48,78).

Deutlich abgeschlagen musste sich der Potsdamer Jörg Hoffmann (3:52,30) mit dem enttäuschenden sechsten Rang zufrieden geben. Der deutsche Meister Heiko Hell aus Elmshorn wurde Achter. (nz)