Saleta zwingt Krasniqi zur Aufgabe
Krasniqi war vom ersten Gong an bemüht, einen schnellen K.o.-Sieg zu erringen. Das rächte sich, denn nach wenigen Runden hatte der ehemalige Amateurstar sein Pulver verschossen. Nachdem Krasniqi die ersten Runden deutlich beherrscht und Saleta mit seinen schnellen Kombinationen immer wieder erschüttert hatte, musste der Europameister ab Runde 5 seinem hohen Tempo Tribut zollen.
«Viele Schläge von Krasniqi sind vorbei gegangen, er hat nicht sehr genau getroffen», sagte der aufgrund seiner Verletzung ausgefallene Hauptkämpfer Vitali Klitschko. «Danach hat er keine Kraft mehr gehabt weiterzuboxen und, Saleta hat massive Gegenangriffe gemacht.» In der Ringpause zur 9. Runde erklärte der zermürbte und erschöpfte Krasniqi Ringrichter Daniel van de Wiele, dass er nicht in der Lage sei weiterzuboxen.
Es war die erste Niederlage im 21. Kampf für Krasniqi, der zu Beginn seiner Profikarriere drei Jahre in London mit Lennox Lewis trainierte, bevor er im vorvergangenen Jahr nach Hamburg kam und sich zum Team von Universum Box-Promotion gesellte. Krasniqi war Europameister seit er im Januar diesen Jahres den Magdeburger Rene Monse über 12 Runden nach Punkten bezwungen hatte.
Der Mann aus dem Sauerland-Lager konnte sich jedoch berappeln und die letzten Runden gar für sich entscheiden. Ausreichend für ein Unentschieden – fanden zumindest die drei Punktrichter des internationalen Kampfgerichtes bestehend aus Axel Zielke (114:114), Daniel van de Wiele (115:115) und Bob Logist (114:113 May). Es war bereits das dritte Unentschieden für Petkovic, der außerdem 23 Mal gewonnen hatte. Rüdiger May erzielte sein erstes Draw bei 34 Siegen und 2 Niederlagen.
Der internationale Gürtel der WBC bleibt somit weiter vakant. Nicht nur deshalb scheint ein Rematch zwischen den beiden Cruisergewichtlern reizvoll. (nz)
