Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Anti-Doping-Gesetz erneut gefordert

04. Jul 2002 12:48, ergänzt 16:29
Nils Schumann Foto: ddp
Nach der positiven A-Probe von Jan Ullrich: Die Olympiasieger Heike Drechsler und Nils Schumann fordern erneut ein Anti-Doping-Gesetz und baten den Kanzler um Unterstützung.

Die positive A-Probe von Telekom-Star Jan Ullrich hat bei Politikern und Sportlern den Forderungen um ein Anti-Doping-Gesetz in Deutschland neue Nahrung gegeben. Bei einem Meinungsaustausch einer Delegation der Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am Mittwoch bei Gerhard Schröder hatten sich die Olympiasieger Heike Drechsler und Nils Schumann für ein solches Gesetz ausgesprochen und dem Kanzler um Unterstützung gebeten.

DSB lehnt Gesetz weiter ab

Im Deutschen Bundestag sind für ein solches Papier bisher lediglich Eckpunkte definiert worden. Nationales Olympisches Komitee (NOK) und Deutscher Sportbund (DSB) lehnen ein solches Gesetz ab. Zuvor hatten die Vertreter der Regierungsparteien zum Abschluss der 14. Legislaturperiode im Bundestag noch einmal nachdrücklich unterstrichen, dass bei einer Fortführung von `Rot-Grün´ nach den Wahlen am 22. September das Anti-Doping-Gesetz in Angriff genommen werden soll.

«Das Gesetz muss kommen. Wir werden uns bemühen, dieses in der nächsten Periode frühzeitig einzubringen. Außerdem muss die Doping-Forschung verbessert und ausgebaut werden», erklärte Winfried Hermann von den Grünen. «Ein Anti-Doping-Gesetz wird in Angriff genommen, komme, was da wolle. Wir haben inzwischen sogar den Bundeskanzler im Boot», unterstrich ebenfalls SPD-Politiker Friedhelm Julius Beucher (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses, der sich in den Bemühungen um ein eigenständiges Gesetz durch den jüngsten «Fall Ullrich» bestätigt sieht.

Kontrollen verstärken

«Das ist ein weiterer Baustein dafür, dass wir die Kontrollen weiter verstärken müssen», kommentierte die für den Sport zuständige Staatssekretärin Brigitte Zypries. Ein eigenes Anti-Doping-Gesetz hält Zypries derzeit allerdings ebenso wie Bundesinnenminister Otto Schily, das Nationale Olympische Komitee (NOK) und der Deutsche Sportbund (DSB) für überflüssig. Zunächst einmal sei ausreichend, die Wirkungen des verschärften Arzneimittelgesetzes abzuwarten, hatten Schily und DSB-Präsident Manfred von Richthofen wiederholt erklärt. Unklar ist jedoch, bis wann diese Erfahrungen offiziell vorliegen und ausgewertet sein sollen. (nz)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Sportschauen
Zu weiteren Sportschauen
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Stillstand statt Fortschritt:: 
Wolfsburgs Nullnummer beim BVB
Wieder nur Unendschieden: 
Sestaks Traumtor per Fallrückzieher
 
Standortbestimmung in Bremen: 
Fehlersuche nach dem Famagusta-Spiel
Champions League - 5. Spieltag: 
Werder verpasst das Achtelfinale
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Zur Autogazette
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.