07.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Wodka-Redbull in Düsseldorf: Lincoln (o.) und Kuranyi
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Liebe-Luxus-Leidenschaft» - unter diesem Motto hat Lincoln eine Party-Nacht mit Kevin Kuranyi gefeiert. Eine sportliche Rückkehr nach Gelsenkirchen wird es allerdings nicht geben, dafür hat Felix Magath jetzt ein Supertalent im Kader.
Der von seinem türkischen Arbeitgeber Galatasaray Istanbul lange vermisste Fußball-Profi Lincoln ist unerwartet wieder aufgetaucht. Gemeinsam mit den Schalker Bundesligaspielern Kevin Kuranyi, Vicente Sanchez und Carlos Grossmüller, die eine Erholungszeit zwischen den Trainingslagern in Marienfeld und Herzlake nutzten, feierte Lincoln nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa am vergangenen Samstag in der Düsseldorfer Diskothek «Nachtresidenz» an der Königsallee eine Party- Nacht.
Der Abend in der bekannten Disco stand unter dem Motto «Liebe - Luxus - Leidenschaft», getrunken wurde nach Augenzeugenberichten Wodka-Red Bull. Mittendrin: ein alter Bekannter. Lincoln, der brasilianische Ballzauberer, 2007 von Schalke für rund fünf Millionen Euro an Galatasaray Istanbul verkauft und inzwischen auch von seinem türkischen Arbeitgeber verstoßen. Denn aus dem Heimaturlaub in Brasilien kehrte der 30-Jährige zum wiederholten Mal nicht pünktlich zum Trainingsbeginn zurück, wie mehrfach auch zu Schalker Zeiten.
Galatasaray schmeißt Lincoln rausWährend Galatasarays neuer Coach Frank Rijkaard den «Verschollenen» bisher noch nicht zu Gesicht bekam und sich mit seinem Team seit Sonntag beim am kommenden Samstag endenden Zayton-Cup in Bochum-Wattenscheid müht, platzte Istanbuls Präsident Adnan Polat der Kragen. «Lincoln hat zwar noch einen Vertrag bei uns. Aber er wird nächste Saison definitiv nicht mehr bei uns spielen. Auch wenn er keinen neuen Verein findet, bei uns wird er nicht mehr am Training teilnehmen.» Auch Geschäftsführer Adnan Sezgin legte sich fest, dass der für seine Eskapaden bekannte Mittelfeldspieler das Trikot des 17-maligen türkischen Meisters nicht mehr tragen wird: «Wir haben keine Lust mehr auf seine Ausreden.»
Pikant, dass ausgerechnet der «auf Schalke» vor zwei Jahren abgeschobene Lincoln beim Revierclub zuletzt wieder im Gespräch war, weil Magath einen Regisseur dieser Qualität sucht. Doch von einem kolportierten Interesse an Lincoln hat sich der 55-Jährige schon weitgehend distanziert. «Er ist ein Klasse-Fußballer, keine Frage. Aber Lincoln ist keine Personalie, die passen kann», meinte Magath auch mit dem Hinweis auf die begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Königsblauen.
Magath: Holtby kann Nationalspieler werdenDafür ist die Verpflichtung von Lewis Holtby perfekt. Das 18 Jahre alte Sturmtalent unterschrieb nach Angaben von Schalke und Alemannia Aachen vom Dienstag einen Vierjahresvertrag bis 30. Juni 2013. Zu den Ablösemodalitäten wurde offiziell nichts bekannt. Die Transfersumme dürfte aber rund 2,5 Millionen Euro betragen. Holtbys Vertrag in Aachen lief noch bis 2010.
Der Offensivspieler absolvierte am Dienstagmorgen in Gelsenkirchen die sportärztliche Untersuchung und reiste anschließend in das Trainingslager des Revierclubs nach Herzlake. «Schalke ist ein Top- Verein mit Top-Stadion und einem Top-Trainer. Ich habe ein gutes Gefühl, dort anzufangen», sagte Holtby über seinen neuen Arbeitgeber und dessen Chefcoach Felix Magath.
«Lewis ist eines der größten Talente im deutschen Fußball. Ich freue mich, dass er zu uns gekommen ist, denn er hatte auch die Möglichkeit, zu anderen Vereinen in der Bundesliga zu gehen. Ich bin mir sicher, dass er einen guten Weg einschlagen, zu einem Leistungsträger bei uns werden und irgendwann auch an die Tür zur Nationalmannschaft klopfen wird», freute sich auch Magath über die Verpflichtung des Youngsters.(dpa)