05.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Die besten der Welt: Julius Brink (l.) und Jonas Reckermann
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Julius Brink und Jonas Reckermann haben sich in Norwegen die Krone des Beachvolleyballs aufgesetzt. Und das zu Recht: Die beiden Deutschen besiegten nacheinander die Olympiasieger und die Weltranglisten-Ersten.
Deutschlands Beach-Volleyballer feiern ihren bisher größten WM-Triumph. Julius Brink und Jonas Reckermann setzten sich am Sonntag bei der Weltmeisterschaft im norwegischen Stavanger nach dem sensationellen Halbfinalerfolg gegen die entthronten Titelverteidiger und Olympiasieger Todd Rogers/Philip Dalhausser aus den USA die WM-Krone auf: Mit dem 2:0 (21:16, 21:19)- Finalsieg gegen die Weltranglistenersten Alison Cerruti/Harley Marques aus Brasilien holten sie die erste Beach-Goldmedaille für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV). «Das ist Wahnsinn. Jetzt wird gefeiert», jubelte Julius Brink, der an diesem Montag seinen 27. Geburtstag feiert, unmittelbar nach der dramatischen Partie.
David Klemperer/Eric Koreng blieb am Ende einer starken Turnierleistung nur der undankbare vierte Platz. Die Olympia-Fünften aus Hamburg/Kiel verloren das Spiel um Bronze gegen Rogers/Dalhausser mit 0:2 (11:21, 16:21). «Natürlich sind wir enttäuscht, aber sportlich gesehen ist unsere Leistung weitaus höher einzustufen als der fünfte Platz bei Olympia», sagte Klemperer.
Klemperer/Koreng verpassen BronzeDer Leverkusener Brink, der 2005 in Berlin mit Bronze die bisher einzige WM-Medaille für den DVV gewonnen hatte, und sein Kölner Partner Reckermann hatten im Endspiel des mit einer Million US-Dollar dotierten Turniers die stärkeren Nerven. Nach einem Ass von Reckermann zum 20:19 im zweiten Satz verwandelte Brink mit einem erfolgreichen Block den Matchball. Mit dem WM-Triumph sicherten sich Brink/Reckermann ein Preisgeld von 60.000 US-Dollar. Schon im Halbfinale hatte das deutsche Doppel für Furore gesorgt, als sie Rogers/Dalhausser mit 2:1 (21:17, 16:21, 15:10) aus dem Turnier warfen.
Für Klemperer/Koreng hatte es dagegen nicht zum Einzug ins Finale gereicht: «Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Die beiden sind derzeit wohl das beste Duo auf der Tour», sagte Klemperer nach der 0:2 (18:21, 14:21)-Halbfinalniederlage gegen die an eins gesetzten Alison/Harley. (dpa)