02.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Ausgerastet: Cristiano Ronaldo
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Während Real Madrid die nächste Millionenverpflichtung bekannt gibt, erstattet eine Stalkerin Anzeige gegen Cristiano Ronaldo. In der Türkei geht es dem einen Christoph richtig gut, der andere könnte bald folgen.
Kurz nach seiner fast 100 Millionen teuren Verpflichtung durch Real Madrid und kurz vor seiner spektakulären Präsentation in der spanischen Hauptstadt, war Cristiano Ronaldo noch mal zu einem Kurzurlaub in Lissabon. Und in seiner Heimat wurde ihm seine jetzt noch deutlich gestiegene Popularität zum Verhängnis.
«Sie stand tagelang vor meinem Haus und wartete, dass irgendetwas passiert», sagte der 24-jährige Superstar. Nach Informationen der
Daily Mail handelt es sich bei dem weiblichen Stalker um die 17-jährige Sara Pardal. Als Ronaldo mitbekam, wie er beim Verlassen seines Hauses gefilmt wurde, ging er zu dem Wagen, in dem der Teenager mit ihrem Vater saß. Mit einem Tritt zertrümmerte er eine Autoscheibe, die Splitter verletzten das junge Mädchen. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden und erstattete Anzeige. Der Fußballer hatte eine einfache Erklärung: «Wenn meine Mutter dabei ist, lasse ich nicht zu, dass sie belästigt wird», entschuldigte er seinen Ausraster.
Schwule VerehrerDer 1,86 Meter große Modellathlet hat aber nicht nur weibliche Fans. Vom Schwulen-Magazin
Gay Times wurde er jetzt zum «Sexiest Man Alive» gewählt. Was wohl sein derzeitiger Flirt Paris Hilton dazu sagt? Jedenfalls käme es mit einem homosexuellen Stalker zu einer Auseinandersetzung unter Männern.
Bei seinem neuen Arbeitgeber steht Cristiano Ronaldo jedenfalls nicht mehr ganz oben auf der Liste. Die Reihe der jüngsten Verpflichtungen von Real Madrid führt nun Karim Benzema an. Der französische Stürmer kam für 35 Millionen Euro von Olympique Lyon zu den Königlichen. Und schon wieder hatte Manchester United das Nachsehen, denn die «Red Devils» hatten ebenfalls Interesse an dem 21-jährigen Nationalspieler.
Securitate-SpitzelDie Popularitätswerte von Georghe Popescu dürften rapide gesunken sein. Der ehemalige Kapitän der rumänischen Nationalmannschaft hat zugegeben, für den Geheimdienst Securitate gearbeitet zu haben. Der Tageszeitung
Evenimentul Zieli bestätigte Popescu, dass er Mannschaftskollegen und Personen im Umfeld seines damaligen Vereins Club Universitatea Craiova bespitzelt hat.
Doch auch er hat eine Ausrede: «Selbst wenn ich Berichte geschrieben habe, ich habe nur gute Sachen geschrieben», versucht er, seine Spitzeltätigkeit abzumildern. Der ehemalige Spieler der Tottenham Hotspurs, des FC Barcelona, und von Galatasaray Istanbul vermutet ein Komplott dahinter. Gegner wollten ihn hindern, für das Amt des Präsidenten des rumänischen Fußballverbandes zu kandidieren, wundert sich Popescu über das Bekanntwerden seiner «Geheimdienstkarriere» zum jetzigen Zeitpunkt.
LiebeBei Christoph Daum ist es gar Liebe, die ihm in der Türkei entgegenschlägt. Dafür tut er aber auch einiges. «Ich bin halb Türke, aber ganz Fenerbahce», sagte der 55-Jährige. Nach seiner Ankunft in Istanbul wurde er in den Zeitungen gefeiert und von den Fans vergöttert. Also legt er noch einen drauf: «Als ich nicht in der Türkei war, habe ich die Türkei in Deutschland vertreten.» 3,7 Millionen Euro Jahresgage lassen solche Sätze sicherlich leicht über die Lippen kommen.
In der Vereinsführung genießt er ebenfalls großes Ansehen. «Die Einigung mit Daum ist der erste Schritt hin zu drei Meistertiteln», frohlockt Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim und gewährt dem Trainer die finanziellen Möglichkeiten, die dieser in Köln vermisst hat. So soll beispielsweise Ruud van Nistelrooy von Real Madrid zu den Blau-Gelben kommen.
Der andere ChristophVon den Königlichen könnte ein Landsmann von Christoph Daum ebenfalls an den Bosporus ziehen. Nach Berichten der spanischen Zeitung Marca steht Verteidiger Christoph Metzelder vor einem Wechsel zu Besiktas Istanbul. (nz/dpa)