29.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Hat genau hingehört: Fia-Chef Max Mosley
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nur wenige Tage nach seinem angekündigten Rücktritt, denkt Fia-Chef Max Mosley nicht mehr daran. «Ich werde nicht aufhören», demonstriert er seinen Machtwillen und spielt mit der Zukunft der Formel 1.
Fia-Chef Max Mosley will einfach nicht aufgeben und bedroht mit seinem Machtwillen weiterhin die Zukunft der Formel 1. «Sie haben den Fehler gemacht, auf meinem Grab zu tanzen, bevor ich unter der Erde war», kündigt der 69-Jährige der Teamvereinigung Fota weiterhin einen harten Kampf an. Weil die Rebellen-Rennställe um die Scuderia Ferrari erklärt hätten, dass er ab sofort keinen Einfluss mehr auf die Königsklasse des Motorsports habe und den Staatsekretär des Internationalen Automobilverbandes Michel Boeri als Hauptansprechpartner nannten, denkt Mosley sogar an einen Rücktritt vom Rücktritt.
Nach seiner Niederlage schickte Max Mosley wütende Briefe an Fota- und Ferrari-Boss Luca di Montezemolo sowie die Fia-Mitgliedsverbände. «Es ist nicht meine Natur, vor einem Kampf davonzulaufen», drohte er. Und dabei sieht er zwei Möglichkeiten, weiterhin Einfluss auf die Formel 1 zu nehmen. Während die Fota-Teams einen «unabhängigen Kandidaten» als neuen Fia-Chef forderten, bringt Mosley laut
Sunday Times Jean Todt als seinen Nachfolger ins Spiel und provoziert damit die Rennställe. Der ehemalige Ferrari-Chef ist ein Vertrauter des Briten und hat im März die Scuderia nach 16 Jahren im Unfrieden verlassen. Ein passender Strohmann für Mosley.
Ist es Liebe?«Mosley will jemanden, der seine Arbeit fortsetzt. Der von ihm manipuliert werden kann - und wir wissen alle, wer das ist», zitierte die
Sunday Times einen Formel-1-Insider. Die Antwort kam prompt: «Es muss Schluss sein mit der Polemik, weil wir die Formel 1 lieben!», forderte Luci di Montezemolo auf der Ferrari-Internetseite.
Falls der Plan scheitern sollte, geht Mosley noch weiter. «Wenn es einen großen Konflikt mit der Autoindustrie - zum Beispiel mit den Fota-Teams - gibt, werde ich nicht aufhören», setzt er vollends auf Konfrontation. «Der Zorn von Mad Max drängt die Formel 1 auf Messers Schneide», warnte The Independent darauf. (nz/dpa)