17.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Ruslan Chagaev
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Versuch eines «Trittbrettfahrers», den Kampf zwischen Wladimir Klitschko und Ruslan Chagaev zu verhindern, ist kläglich gescheitert. Das Gesundheitsamt von Gelsenkirchen hat keine Bedenken.
Dem Boxkampf zwischen Schwergewichts- Weltmeister Wladimir Klitschko und Ruslan Chagaev am Samstag (22.00 Uhr/RTL) in der Veltins-Arena steht nichts mehr im Weg. Gelsenkirchens Gesundheitsdezernentin Henriette Rieker erteilte grünes Licht für den «Knockout auf Schalke». Das wurde am Mittwoch bekannt. Der usbekische Herausforderer Chagaev ist Träger eines Hepatitis-B-Antigens. Deswegen war sein WM-Kampf am 30. Mai in Helsinki gegen den Russen Nikolai Walujew abgesagt worden. Laut ärztlicher Auskunft geht von Chagaev keine Ansteckungsgefahr aus. Klitschko ist ohnehin gegen Hepatitis B geimpft.
Ein Berliner Box-Manager hatte das Gelsenkirchener Gesundheitsamt am Dienstag über einen Rechtsanwalt aufgefordert, bei Chagaev eine Gesundheitsprüfung vorzunehmen. Es bestehe die Gefahr, «dass einzelne Personen oder eine Mehrzahl von Personen mit Hepatitis B angesteckt werden könnten», hieß es in einem Schreiben an die Behörde. Der Boxstall des Usbeken hatte daraufhin von einem «Trittbrettfahrer» gesprochen. «Die vermeintliche Anzeige ist unseriös und soll den Anzeigenerstattern offenbar etwas Öffentlichkeit verschaffen», sagte Universum-Mediendirektor Georg Nolte. (dpa/nz)