10.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Neu-Bayer im Oranje-Dress: Edson Braafheid (r.)
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Neureich und jetzt auch noch adlig: Hoffenheim hat einen Prinzen. Der FC Bayern geht unterdessen den holländischen Weg, während ein Ex-Bayer überraschend sein Glück in der Schweiz sucht. Mit Video.
Was die anderen können, kann 1899 Hoffenheim schon lange. Nachdem der 1. FC Köln so stolz war, Prinz Poldi wieder in die Domstadt geholt zu haben, greift Dietmar Hopp einfach in die Kaffeekasse und leistet sich auch einen «adligen» Kicker. Der trägt den Titel sogar im Namen: Prince Tagoe. Ebenso wie der Kölner Lukas ist der 22-jährige Ghanaer ein Stürmer und hat eine ähnlich beeindruckende Torquote in den Länderspielen aufzuweisen. In acht Einsätzen traf er für sein Heimatland vier Mal.
Für den 1,88 Meter großen Angreifer, der ablösefrei ins Kraichgau kommt, ist «die Bundesliga, der nächste Schritt» in seiner Entwicklung. Klingt logisch, denn vorher stürmte er für den saudi-arabischen Klub Al-Ittifaq Dammam. Und da die Hoffenheimer bisher fast immer ein gutes Transfer-Händchen hatten, wird Tagoes Entscheidung wohl die richtige sein. Bei der Rückkehr von Lukas Podolski zu seinem FC Kölle darf man durchaus skeptischer sein.
Von Heerenveen nach EnschedeAuch der FC Bayern München hat schon wieder auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und seitdem der Niederländer Louis van Gaal Trainer an der Säbener Straße ist, konzentriert sich der Rekordmeister ganz auf den Spielermarkt der Eredivisie. Nachdem bereits der kroatische Nationalspieler Danijel Pranjic vom SC Heerenveen den Weg in die bayerische Landeshauptstadt fand, wurden die Münchner nun beim FC Twente Enschede fündig.
Rund zwei Millionen Euro war den Bayern die Verpflichtung von Edson Braafheid wert. Fast noch mehr als der Spieler, freute sich sein Ex-Klub: «Es ist etwas ganz Besonderes, dass ein Spieler vom FC Twente zu einem so großen ausländischen Verein wechselt», so Twente-Chef Joop Munsterman. Doch so unbekannt wie der Name des Spielers und so wenig glorreich der des Vereins klingt, mit dem in Surinam geborenen Linksverteidger gewinnt der FC Bayern auch an internationaler Erfahrung. Der 26-Jährige kann immerhin vier Länderspiele für Oranje aufweisen.
Vom Absteiger in die Europa LeagueEin ehemaliger Bayern-Spieler verlässt dagegen den deutschen Fußball. Bis zum Ende der Saison 2012 wird Thorsten Fink den Schweizer Vorzeigeklub FC Basel trainieren. Wurde der 41-Jährige vor kurzem noch beim Zweitligaabsteiger FC Ingolstadt entlassen, darf er nun mit dem zwölfmaligen Landesmeister sogar in der Europa League antreten. (nz)