08.06.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Es kann nur einen geben: Jenson Button (l.) auf dem Podest neben Sebastian Vettel
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH
Für die internationale Presse ist das Rennen um die WM-Krone der Formel 1 nach dem Grand Prix der Türkei entschieden: «Die Frage ist nicht mehr, ob Button Weltmeister wird, sondern nur noch wann.»
Nach dem sechsten Sieg im siebten Formel-1-Rennen der Saison bleibt Brawn-GP-Pilot Jenson Button nicht nur klar auf WM-Kurs, sondern jagt jetzt auch die Rekorde von Michael Schumacher: Den schnellsten Titelgewinn (2002 nach 11 von 17 Rennen) und die meisten Saisonsiege (2004: 13). Der Erfolgshunger des schlanken Briten ist jedenfalls groß. «Ich möchte liebend gern jedes Rennen in diesem Jahr gewinnen, was natürlich die anderen 19 Jungs verhindern wollen. Aber ich bin wirklich in einer guten Position», verwies er auf «das beste Auto und das beste Gesamtpaket».
Die Presse ist sich nach dem ungefährdeten Erfolg in Istanbul jedenfalls sicher, dass das Rennen um den WM-Titel entschieden ist. Herausforderer Sebastian Vettel bekommt nach seinem Fahrfehler und Platz drei ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. «Vettel ist noch zu grün für den Titel», sagt die «Gazzetta dello Sport». Die internationalen Pressestimmen im Überblick:
GROSSBRITANNIEN:«The Sun»: «Jenson kostet Süße des Triumphs auch in der Türkei - seine totale Dominanz dieser Formel-1-Saison geht weiter. Jensons sechster Blitz: Nur Michael Schumacher hat in der Geschichte schon einmal einen besseren Saisonstart erwischt.»
«The Mirror»: «Jenson Button fuhr zum sechsten Sieg im siebten Rennen und taufte seine Rennmaschine danach «das Monster».»
«Daily Mail»: «Ihr habt mir ein Monster erschaffen: Buttons Jubelschrei, nachdem er seine Konkurrenten zerfleischt hatte.»
«Daily Express»: «Button ist der Schöne in dem Biest - Jenson Button fiel das Wort ein, das sein Team elektrisierte und seine Rivalen peinigte, als er seinen Wagen nach dem sechsten Saisonsieg ein «Monster» nannte.»
«Daily Telegraph»: «BrawnGPs Jenson Button gewinnt in Istanbul - 40 Sekunden. Das war alles, was Jenson Button benötigte, um die abstruse Ansicht zu zerstreuen, dass die Weltmeisterschaft weiterhin offen sei.»
«The Times»: «Jenson Buttons überlegener Sieg in der Türkei zeigt, dass er eine Klasse für sich ist.»
«The Guardian»: «Jenson Button überragt Red-Bull-Rivalen in der Türkei.»
«The Independent»: «Unbarmherziger Button schlägt zu und sichert sich Sieg - der Engländer nutzt Vettels Fehler zum sechsten Sieg im siebten Rennen.»
ITALIEN:«La Gazzetta dello Sport»: «Button zum Sechsten. Der Engländer bestellt den Titel vor. Ferrari und die Großen stecken weiter in der Krise. Die Frage ist nicht mehr, ob Button Weltmeister wird, sondern nur noch wann. Vettel ist noch zu grün für den Titel. Das Talent von Red Bull ruiniert alles mit seinem vierten Fehler in dieser Saison.»
«Corriere dello Sport»: «Button gehört jetzt zu den Königen der Formel 1.»
«Tuttosport»: «Ferrari desaströs! Die Türkei war ein Alptraum. Was für eine Button-Show.»
«LUnità»: «Button wie Jim Clark und Michael Schumacher: Sechs Siege in sieben Rennen.»
«Corriere della Sera»: «Der rote Absturz.»
«La Repubblica»: «Mehr als die Formel 1 ist es die Formel Button. Jetzt gibt Ferrari auf.»
«Il Tempo»: «Massa schwenkt die weiße Fahne.»
SPANIEN:«El Periódico»: «Die Konkurrenz ergibt sich Jenson Button. Nun bleibt nur noch die Frage offen, ob der Brite die Rekordserien von Michael Schumacher übertrifft.»
«Marca»: «Vettel überreicht mit seinem Fahrfehler Button den Sieg auf dem Silbertablett.»
«As»: «Button fährt im Stil eines Michael Schumacher dem WM-Titel entgegen.»
«Sport»: «Jenson Button ist in Rekordlaune. Der Brite fährt ein fehlerloses Rennen und entscheidet die Weltmeisterschaft für sich. Er erinnert an Michael Schumacher zu dessen besten Zeiten.»
FRANKREICH:«Le Parisien»: «Button jubelt, Hamilton verzweifelt. Der gedemütigte Hamilton soll erwägen aufzuhören.»
«Libération»: «Jenson Button hat mit einem Tennis-Ergebnis den Großen Preis der Türkei gewonnen. Der Engländer führt nach sieben Rennen 6:1, denn nur der Große Preis von China ist ihm entgangen.»
«Le Figaro»: «Jenson Button auf Kreuzfahrt im Bosporus. Das einzig Spannende, was die Formel-1 derzeit bietet, ist ihre Zukunft.»
«L'Équipe»: «Button hatte alles im Griff. Jenson Button hat sich am Sonntag in Istanbul erneut als unschlagbar erwiesen.» (nz/dpa)