30.04.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Bayern-Favorit: Louis van Gaal
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bei der Suche nach einem Cheftrainer für die kommende Spielzeit scheint der FC Bayern München einen Niederländer ins Visier zu nehmen. Auch in Sachen Manager-Nachfolge werden die Planungen des FCB konkreter.
Olympique Marseille steht in Frankreich kurz vor der Meisterschaft fast eine Sensation. Denn in den letzten sieben Jahren ging der Titel fast ausschließlich nach Lyon. Dennoch wird Trainer Erik Gerets nach zwei Jahren in Marseille aus. Über die Gründe für seinen Abschied machte er zwar keine Angaben. Aber der Belgier, der von 2002 bis 2005 den 1. FC Kaiserslautern und den VfL Wolfsburg in der Bundesliga trainierte, wird als möglicher Kandidat für den Traininerposten beim FC Bayern München gehandelt. Zumal Bayern-Star Franck Ribéry Gerets sehr schätzt.
Auch Lothar Matthäus hat seinen bis 2010 laufenden Vertrag beim israelischen Erstligisten Maccabi Netanja zum Saisonende aufgelöst. «Aufgrund der wirtschaftlichen Situation ist der Verein auf mich zugekommen. Ich habe dem zugestimmt. Ich finde es schade, ich wäre gerne noch länger geblieben», nannte der 48-Jährige die Gründe. Doch für Matthäus wäre es sicher eine Genugtuung, den gescheiterten Klinsmann in München zu ersetzen. Beide haben bekanntlich nicht das beste Verhältnis zueinander.
Favorit van GaalDoch laut Informationen des
kicker ist ein Niederländer der Favorit. Louis van Gaal soll demnach ganz oben auf der Liste des Rekordmeisters stehen. Van Gaal, der schon beim FC Barcelona und lange für Ajax Amsterdam tätig war, wurde jüngst mit dem AZ Alkmaar niederländischer Meister und ließ durchblicken, dass er Lust auf einen großen Verein habe. Beim FC Bayern betonte Vorstandschef Karl- Heinz Rummenigge, dass man die Trainerentscheidung «zeitnah» treffen wolle, um mit dem neuen Coach den Kader für die neue Saison planen zu können.
Der Niederländer Guus Hiddink, derzeit Coach des FC Chelsea und der russischen Nationalmannschaft, ist beim Trainerposten für die neue Spielzeit laut Rummenigge dagegen kein Thema. «Es macht doch keinen Sinn, einen Namen Hiddink zu diskutieren, der gerade Chelsea abgesagt hat. Der wird doch nicht am 1. Juli bei Bayern München anheuern», sagte Rummenigge in der Münchner
tz. «Wir müssen Dinge diskutieren, die möglich sind und gut zum FC Bayern passen.» Hiddink wird nach der Saison nicht mehr in Doppelfunktion arbeiten, sondern wieder ausschließlich für Russlands Nationalteam.
Nerlinger wird Manager - zum TeilWenige Tage nach der Entlassung von Trainer Jürgen Klinsmann soll auch die Manager-Frage für das kommende Jahr geklärt sein. Teammanager Christian Nerlinger, der bei den Beratungsgesprächen über die Entlassung Klinsmanns neben dem Vorstand mit am Tisch saß, soll sich laut «kicker» vom 1. Januar 2010 an um die sportlichen Belange der noch zu verteilenden Aufgaben von Uli Hoeneß kümmern. Dem 36- jährigen Nerlinger werde aber noch ein Marketingmann zur Seite gestellt, hieß es.
Hoeneß' Manager-Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Der 57-Jährige will sich dann als Nachfolger von Franz Beckenbauer zum Präsidenten wählen lassen. Obwohl immer wieder Stimmen im Verein laut wurden, Hoeneß solle doch weitermachen. In den Chor dieser stimmte nun auch der neue Trainer Jupp Heynckes ein. «Ohnehin wäre der FC Bayern gut beraten, Uli noch einige Jahre als Manager zu haben», sagte Heynckes.(nz/dpa)