Rummenigge bringt Wenger in Verruf:
Arsenal betreibt «Kinderhandel»
29.04.2009
Herausgeber: netzeitung.de
In Verruf gebracht: Arsene Wenger
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Kaum haben sich die Wogen nach der Klinsmann-Entlassung ein wenig geglättet, macht der FC Bayern schon wieder Radau. Und wie: Arsenals Arbeit sei nicht weit vom «Kidnapping» entfernt, so Karl-Heinz Rummenigge.
Was hat sich Karl-Heinz Rummenigge bloß dabei gedacht? In der
Sport Bild ließ es Bayern Münchens Vorstandschef krachen: «Ein Arsene Wenger holt offenbar jedes Jahr Heerscharen von Spielern aus Frankreich und sonst woher. Dieser Art von Kinderhandel gilt es Einhalt zu gebieten. Das hat inzwischen ja Ausmaße angenommen, da ist das Wort Kidnapping nicht mehr weit», wetterte der 53-Jährige.
Wie kürzlich bekannt wurde, stand Arsene Wenger auf der Liste möglicher Klinsmann-Nachfolger. Hat die Absage des Trainers von Arsenal London die Bayern so hart getroffen, dass Rummenigge jetzt schmutzige Wäsche waschen muss? Oder ist es Neid? Denn als Beispiel für seinen unglaublichen Vorwurf, führte er den spanischen Mittelfeldspieler Cesc Fabregas an.
Der mittlerweile 21-jährige Europameister «ist mit 15 Jahren von Barcelona kostenlos nach London geholt worden, da er erst ab 16 vertraglich gebunden werden konnte», stellt Rummenigge fest. Also darf der FC Bayern in Zukunft seine Mannschaften nicht mehr mit hoffnungsvollen und talentierten Spielern verstärken? Vielleicht fehlt dem FC Bayern nur solch ein Volltreffer wie Wenger ihn mit Fabrgeas landete.
Nur Lahm, Schweinstieger und HargreavesObwohl natürlich auch die Bayern junge Spieler jagen und verpflichten, haben es nur Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger oder auch Owen Hargreaves zu mehr als nur Mitläufern geschafft. Als Gegenbeispiel taugt aus dem aktuellen Kader der 19-jährige Verteidiger Breno. Fast schon vergessen ist Julio dos Santos. Als großer Spielmacher im Januar 2006 angekündigt, entpuppte sich der Mann aus Paraguay als Fehleinkauf. Und sogenannte Eigengewächse wie der 24-jährige Christian Lell, seit 1998 beim FC Bayern, oder der ebenfalls 24-jährige Andreas Ottl, seit 1996 bei den Münchnern, genügen auch nicht den internationalen Ansprüchen der Münchner. (nz)