56. Toter bei Rallye Dakar: Motorradpilot tot aufgefunden07. Jan 2009 13:27, ergänzt 14:31  |  Volles Risiko: Rallye Dakar | Foto: dpa |
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Die schwerste und gefährlichste Rallye der Welt fordert einen französischen Motorradfahrer als erstes Opfer. Zwei britische Fahrer liegen im künstlichen Koma.
Bei der Rallye Dakar in Südamerika hat es ein erstes Todesopfer gegeben. Der französische Motorradfahrer Pascal Terry wurde nach Angaben der Organisatoren am Mittwochmorgen mit Wasser und Lebensmitteln, aber in einem Bereich mit dichter Vegetation gefunden, etwa 300 Meter von der Piste entfernt zwischen Santa Rosa und Puerto Madryn. Die Leiche solle nun obduziert werden, um die Todesursache zu klären. Nach Informationen aus Kreisen der Rallye-Organisation ist Terry aber nicht an den Folgen eines Unfalls gestorben.
Das Sicherheitsfahrzeug, das am Ende einer Etappe die Route abfährt, um Fahrer, die verunglückt sind oder sich verfahren haben, aufzunehmen, habe Terry am Sonntag nicht gefunden. Terry habe sich am Sonntag noch über sein Initrack gemeldet und angegeben, ihm sei der Sprit ausgegangen. Das Signal des Initracks sei danach verstummt und erst wieder kurz vor dem Auffinden der Leiche empfangen worden. Die Gendarmerie und der Zivilschutz seien von Anfang an über den Vermissten informiert worden. Warum das Gerät so lange nicht gesendet hat, wurde nicht gesagt.
Ermittlungsverfahren eröffnet
Die Justiz eröffnete ein Ermittlungsverfahren. Der 49-jährige Terry hatte mit der Startnummer 192 auf einer Yamaha an der schwersten und gefährlichsten Rallye der Welt, die erstmals in Südamerika stattfindet, teilgenommen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten seit der ersten Dakar 1979 auf 56.
Bereits am Dienstag wurde bekannt, dass zwei britische Teilnehmer nach einem Unfall schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurden. Paul Green und sein Beifahrer Matthew Harrison seien in ein künstliches Koma versetzt worden, nachdem sie bereits am Samstag auf der Auftaktetappe von Buenos Aires nach Santa Rosa verunglückt waren, berichtete die französische «L'Équipe». Es sei geplant, die Briten am Donnerstag aus dem künstlichen Koma zu holen.
Bei der letzten Dakar 2007 in Afrika verunglückte der 29 Jahre alte Australier Elmer Symons mit seinem Yamaha-Motorrad tödlich. Kurz vor dem Ziel in Dakar stürzte der 41 Jahre alte Franzose Eric Aubijoux von seinem Motorrad und starb an einem Herzanfall. (nz/dpa)
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