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«Abflug» in der Halbzeitpause: 

Kuranyi verlässt die Nationalmannschaft

12. Okt 2008 09:02, ergänzt 12:32
Überraschender Abgang: Kevin Kuranyi
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Nach seiner Nicht-Berücksichtigung beim 2:1-Sieg der DFB-Elf über Russland hat der Angreifer vom FC Schalke sich offenbar grußlos verabschiedet. Den offiziellen Rücktritt aus dem Kreis der Nationalmannschaft hat der Verband allerdings nicht bestätigt.

Kevin Kuranyi hat nach dem 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland für einen Eklat gesorgt. Nach seiner Nichtberücksichtigung bei der Partie am Samstagabend in Dortmund verließ der 26 Jahre alte Stürmer vom FC Schalke 04 überraschend die Mannschaft und soll nach einem Bericht der «Bild am Sonntag» (BamS) aus der DFB-Auswahl zurückgetreten sein. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) konnte das auch nach der nächtlichen Rückkehr ins Mannschaftsquartier in Düsseldorf zunächst nicht bestätigen.

Kuranyi war nach dem Spiel offenbar nicht mehr im Stadion und der Mannschaftsbus daraufhin ohne ihn aus Dortmund abgefahren. Versuche von Teammanager Oliver Bierhoff, mit dem Angreifer telefonisch Kontakt aufzunehmen, seien erfolglos gewesen, berichtete DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Kuranyi war von Bundestrainer Joachim Löw ebenso wie sein Schalker Teamkollege Jermaine Jones nicht in den 18-Mann-Kader für die Partie berufen worden. Das habe ihm laut «BamS» «den Rest gegeben». Er habe zudem einen «mangelnden Rückhalt» beim Bundestrainer beklagt.

Die erste Spielhälfte hatte Kuranyi noch im Kreise von Team-Betreuern auf der Tribüne des Stadions verfolgt und nach DFB-Angaben auch die Tore von Lukas Podolski und Michael Ballack bejubelt. Zur Pause sei er dann verschwunden. Der Schalker Stürmer soll vorzeitig nach Hause gefahren sein. Die sportliche Leitung um Löw wurde nach dem Spiel von der Entwicklung völlig überrascht. Zwei Freunde von Kuranyi, die beim Team bekannt sind, holten noch in der Nacht die persönlichen Sachen des 26-Jährigen im Teamhotel ab, wie der DFB weiter mitteilte. (dpa)

 
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