11. Okt 2008 12:11
Eine schon oft gezeigte Lethargie hat die deutsche U21-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation ins Hintertreffen gebracht. DFB- Sportdirektor Sammer sorgt für eine «Bündelung der Kräfte» – und sägt somit am Trainerstuhl von Dieter Eilts.
Im entscheidenden Rückspiel am Mittwoch (19.00 Uhr) in Metz sind die deutschen Youngster gegen äußerst gut strukturierte Franzosen unter Zugzwang. Wie vor zwei Jahren, als die U 21 in der EM- Relegation an England scheiterte (0:1, 0:2), verpasste es die Mannschaft von DFB-Trainer Dieter Eilts auch am Freitag in Magdeburg sich eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Verzichten muss Eilts auf Mittelfeldspieler Sami Khedira vom VfB Stuttgart, der sich eine Sprunggelenksverletzung zuzog. Ashkan Dejagah vom VfL Wolfsburg brachte die Gastgeber zwar nach 14 Minuten in Führung, doch nach dem Ausgleich durch Younes Kaboul (23.) verfielen die DFB-Youngster in eine schon oft gezeigte Lethargie und überließen den Franzosen das Feld. «Das Gegentor war ein Schock», meinte Eilts, der keine andere Erklärung für den spielerischen Einbruch seiner Schützlinge finden konnte. Torwart Manuel Neuer, der vor dem Ausgleich einen Eckball unterlief, wollte der Coach keinen Vorwurf machen. «Ich habe versucht, dranzukommen, der letzte Schritt hat gefehlt», erklärte der Keeper von Schalke 04 seinen Patzer. «Dem Rückspiel gilt unsere ganze Konzentration», meinte Neuer, während sein Trainer hilflos wirkte. «Auch Frankreich steht unter Druck, wir können uns steigern», sagte Eilts.