Nach dem Doping-Fall Schumacher:
Olympia-Proben werden nachuntersucht
08. Okt 2008 13:11, ergänzt 14:33
 |  Doping-Kontroll-Stelle in Peking | Foto: dpa |
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Die jüngsten Doping-Meldungen aus dem Radsport haben beim IOC offenbar einen Stein ins Rollen gebracht. «Die Untersuchungen betreffen alle Sportarten und beinhalten speziell auch die Substanz Cera», sagte eine Sprecherin des Komitees.
Das IOC will alle eingefrorenen Doping-Proben der Teilnehmer der Olympischen Spiele 2008 nachuntersuchen lassen. Wie das Internationale Olympische Komitee am Dienstag der Deutschen Presse Agentur dpa auf Anfrage weiter mitteilte, werden die mehr als 5000 Proben derzeit zum zuständigen Labor in Lausanne geschickt.
Details über die nachträglichen Tests werden mit der Welt-Anti- Doping-Agentur (Wada) abgestimmt. «Diese Untersuchungen betreffen alle Sportarten und beinhalten speziell auch die Substanz Cera», erklärte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau am Mittwoch. Der Zeitpunkt der Tests stehe noch nicht fest. Das IOC führte in Peking die Rekordzahl von mehr als 5000 Tests durch.
Vespers Unterstützung
IOC-Vizepräsident Thomas Bach hatte nach den jüngsten Dopingfällen im Radsport angeregt, die eingefrorenen Doping-Proben von Peking bereits jetzt öffnen und mit Hilfe des neuen Testverfahrens untersuchen zu lassen. Wie bereits vor und während der Spiele werden dabei «intelligente Zieltests» zum Einsatz kommen, so Bach. «Man muss aufpassen, dass dies intelligent genutzt wird und darf damit nicht in die Luft schießen», sagte der deutsche Spitzenfunktionär am Mittwoch.
DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hat die IOC-Ankündigung begrüßt. «Das ist ein Paukenschlag und genau der richtige Weg, mit der derzeitigen Lage umzugehen. Das zeigt, wie ernst das IOC den Anti-Doping-Kampf nimmt», erklärte Vesper am Mittwoch der Deutschen Presse Agentur dpa, «da werden jetzt alle unentdeckten Betrüger zittern.» (dpa)