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Letzte Etappe der Vuelta a Espana: 

Contador schafft den Hattrick

21. Sep 2008 17:59, ergänzt 18:20
Es ist vollbracht: Alberto Contador gewinnt die Spanienrundfahrt
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Die letzte Etappe der Spanienrundfahrt wurde zum erwarteten Triumphzug für Alberto Contador. Der spanische Wunderfahrer hat nun das Kunststück vollbracht, hintereinander die drei großen Schleifen des Jahres zu gewinnen.

Alberto Contador hat das historische Triple geschafft: Innerhalb von 14 Monaten gewann der Spanier die Tour de France (2007), den Giro d'Italia und die 63. Spanien-Rundfahrt, die am Sonntag mit dem Etappensieg des dänischen Sprinters Matti Breschel in Madrid zu Ende ging. Zwar schafften Jacques Anquetil, Eddy Merckx und Bernard Hinault in den 60er und 70er Jahren ihre Dreifach-Erfolge in geringfügig schnellerer Zeit. Trotzdem fuhr sich der 25-jährige Contador, der einen schweren Unfall 2004 bei der Asturien-Rundfahrt fast nicht überlebt hätte, am Sonntag mit Schwung in den erlauchten Kreis der Radsport-Granden.

Wie beim Giro: Sieg im ersten Anlauf

Allerdings bleibt ein Schatten auf seinem Namen: Seit 2006 wird das Leichtgewicht Contador mit dem Dopingarzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht. Angeblich soll es manipulierte Blutbeutel mit seinen Initialen gegeben haben. Der Kapitän des Astana-Teams, das wegen seiner Doping-Vergangenheit in diesem Jahr von der Tour ausgesperrt worden war, dementierte stets. Dabei bekam Contador, der sowohl den Giro als auch die Veulta im ersten Anlauf gewann, sogar Rückendeckung vom spanischen Sportminister Jaime Lissavetzky.

«Ich bin stolz darauf, die Vuelta gewonnen zu haben. Seit wir im Februar erfahren hatten, dass wir nicht bei der Tour de France starten durften, war die Vuelta mein großes Saisonziel», sagte Contador am Sonntag in Madrid. Am Vortag beim 17,1 Kilometer langen Bergzeitfahren zum Alto de Navacerrada wurden ihm die Beine schwer, und er verlor 31 Sekunden auf seinen Team-Kollegen und Tagesbesten Levi Leipheimer (USA), der die Gesamtwertung 1:01 Minuten hinter Contador als Zweiter abschloss. Im Finale hatte der US-Profi noch einmal 15 Sekunden auf seinen Kapitän verloren.

Leipheimer macht Astana-Triumph perfekt

«Ich hatte heute keine Super-Beine. Deshalb hatte ich beschlossen, nicht auf Etappensieg zu fahren, sondern meine Position im Gesamtklassement zu sichern», hatte Contador seine Fahrt am Samstag kommentiert. Den Grundstein zu seinem ersten Vuelta-Erfolg nach insgesamt 3133 Kilometern hatte er am vergangenen Wochenende mit seinem Doppelsieg auf dem gefürchteten Angliru und in Fuentes de Invierno gelegt.

Neben Leipheimer, der den Astana-Doppelsieg perfekt machte, hatte Contador wie in Italien einen zuverlässigen Helfer in Andreas Klöden, der in der Gesamtwertung als bester Deutscher Rang 20 belegte. Contadors Landsmann Carlos Sastre bestätigte seinen überraschenden Toursieg vom Juli und belegte den dritten Platz (+4:12 Minuten) hinter den beiden Astana-Profis, die der möglichen Verstärkung durch den Rückkehrer Lance Armstrong in der kommenden Saison mit gemischten Gefühlen entgegen sehen.

Letzte Etappe für Zabel

Der 38-jährige Erik Zabel (Unna) bestritt zum ersten Mal in seiner Karriere alle drei großen Länder-Rundfahrten und belegte in der Vuelta-Endabrechnung den 49. Platz. Einmal verbuchte er den dritten Platz im Tagesklassement. Bei der am Dienstag in Varese beginnenden Rad-WM will er - wahrscheinlich - seine Karriereende verkünden. (dpa)

 
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