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Skisringen Sommer-Grand-Prix: 

DSV-Adler fliegen weit

05. Okt 2008 12:42
Auf dem Treppchen in Liberec: Gregor Schlierenzauer (M.), Michael Uhrmann (l.) und Simon Ammann
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Die deutschen Skispringer sind zurück in der Erfolgsspur. Nach mageren Resultaten in den letzten Jahren, springen in Librec vier DSV-Adler in die Top-Ten. Auch die Harmonie im Team stimmt wieder.

Michael Uhrmann auf Platz drei des Sommer-Grand-Prix, insgesamt vier deutsche Skispringer unter den besten zehn der Gesamtwertung: Die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) können mit Selbstvertrauen die Vorbereitungen auf den WM-Winter angehen. Das beste deutsche Sommer-Abschneiden seit Jahren dürfte ein Motivationsschub sein, um den deutlichen Rückstand zu den Überfliegern Gregor Schlierenzauer (Österreich) und Simon Ammann (Schweiz) zu verkürzen.

Der Skiflugweltmeister und der zweimalige Olympiasieger sprangen der Weltelite in diesem Sommer weit davon. Schlierenzauer sicherte sich den Gesamterfolg mit Siegen am Freitag in Klingenthal und am Samstag im tschechischen Liberec, wo im Februar auch die Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

«Wir sollten den Sommer nicht überbewerten. Wir Mitteleuropäer aus Österreich, der Schweiz und Deutschland sind durch die kurzen Reisen doch bevorteilt. Die Skandinavier gehen diese Sprung-Serie stets etwas gebremst an. Beim Weltcup-Auftakt in Kuusamo Ende November haben sie dann Heimvorteil. Da ist deren Motivation bedeutend größer», sagte der neue Bundestrainer Werner Schuster, der mit den Leistungen der DSV-Springer zufrieden war.

Abwärtstrend gestoppt

«In den vergangenen fünf Jahren ist es mit dem deutschen Skisprung immer weiter bergab gegangen. Meine vordringliche Aufgabe ist es, diesen Trend zu stoppen. Darauf habe ich das bisherige Training ausgelegt», sagte der Österreicher.

Besonderen Wert legt er auf Harmonie im Team. «Die Basis der Zusammenarbeit ist ein vertrauensvoller Umgang. Wenn die Kommunikation, die Grundstimmung im Team funktionieren, wird das helfen», erzählte Schuster, der noch einmal betonte, nichts neu erfunden zu haben. «Wir haben die Kleinarbeit verändert», sagte er.

Neue Solidarität unter den Springern

«Wir haben das Springen neu erlernt», erzählte Uhrmann. «Wir waren auf ganz kleinen Schanzen. Wie in der Jugend haben wir die Grundzüge des Springens gelehrt bekommen. Außerdem hat er das Athletiktraining verändert», meinte der Springer aus Rastbüchl. «Wir arbeiten alle sehr gut zusammen, auch mit der B-Mannschaft. Jeder freut sich, wenn dem anderen ein guter Sprung gelungen ist», sagte Uhrmann, der im Winter auch Podestplätze anpeilt.

Auf die Erfahrungen von Uhrmann, Martin Schmitt (Furtwangen), Georg Späth (Oberstdorf) und Michael Neumayer (Berchtesgaden) setzt Schuster im kommenden Winter. An der Seite der Routiniers sollen Nachwuchskräfte wie Felix Schoft (Partenkirchen) und Junioren-Weltmeister Andreas Wank (Oberhof) behutsam an die Spitze herangeführt werden. (nz/dpa9

 
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