«Ich bin glücklich, meinen Traum erfüllt zu haben», freute sich die schmächtige Jelimo nach den sechsten Golden-League-Sieg in großartigen 1:55,16 Minuten. Mitleid mit ihrer Rivalin Vlasic um die rund 700.000 Euro Prämie hatte die Junioren-Weltrekordlerin nicht: «Ich habe Sympathie für sie, doch so ist es im Sport. Heute verliert man und morgen gewinnt man.» Das Geld wolle sie «intelligent investieren» und damit ihre Familie helfen. Sportlich hat Jelimo ebenfalls noch Großes vor: Den seit 25 Jahren bestehenden Weltrekord der Tschechin Jarmila Kratochvilova (1:53,28 Minuten) zu brechen. «Es wird hart. Vielleicht schaffe ich es nächsten Jahr oder danach.» Deutlich gescheitert war die Äthiopierin Meseret Defar beim Versuch, sich den 5000-Meter-Weltrekord zurückzuerobern. In 14:25,52 Minuten musste sie sich der Kenianerin Vivian Cheruiyot um 9/100 geschlagen geben. Defar verpasste den Weltrekord der Äthiopierin Tirunesh Dibaba (14:11,15) um mehr als 14 Sekunden.
Müde wie viele Olympia-Starter war Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa: Sie gewann mit bescheidenen 4,72 Meter. Carolin Hingst (Mainz) und Silke Spiegelburg (Leverkusen) teilten sich mit 4,40 den fünften Platz. Nur Achter wurde über 400 Meter Kamghe Gaba (Frankfurt/Main) in schwachen 46,67 Sekunden. Den Sieg sicherte sich der Olympia-Zweite Jeremy Wariner (USA/44,44). Im Weitsprung sprang Sebastian Bayer (Leverkusen) mit 7,79 Meter auf den fünften Platz. (Andreas Schirmer, dpa)